Texa: vom italienischen startup zum globalen diagnostik-champion

Monastier di Treviso – Während die Welt der Automobilhersteller von Giganten wie Ferrari und Lamborghini dominiert wird, verbirgt sich im Herzen Italiens ein weiteres Erfolgsgeheimnis: Texa. Das 1992 gegründete Unternehmen hat sich in wenigen Jahrzehnten vom kleinen Startup zu einem globalen Player im Bereich der Diagnosetechnik entwickelt – und das ohne auf den üblichen Weg der Verlagerung der Produktion ins Ausland zu setzen.

Ein visionärer gründer und seine intuition

Die Geschichte von Texa beginnt mit Bruno Vianello, der frühzeitig die Notwendigkeit für innovative Diagnoselösungen im Automobilbereich erkannte. Als die Elektronik in Fahrzeuge immer weiter eindrang, wusste Vianello, dass Mechaniker neue Werkzeuge benötigen würden, um mit den komplexen Steuerungssystemen umgehen zu können. Diese intuitive Idee bildete den Grundstein für das Unternehmen, das sich schnell einen Namen für seine Multimarck-Diagnosegeräte, Abgastester und Klimaanlagen-Wartungsstationen machte.

Texa operiert heute in drei Geschäftsfeldern: Garage Equipment, Telemobility und e-Powertrain. Während die Diagnostik das historische Kern des Unternehmens bildet, erweitert Texa sein Angebot kontinuierlich, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Ein Blick auf die Kundenliste offenbart dabei eine bemerkenswerte Partnerschaft: Texa liefert unter anderem an Lamborghini – ein Beweis für die hohe Qualität und Innovationskraft des Unternehmens.

Made in italy: ein bewusster entscheid

Made in italy: ein bewusster entscheid

Was Texa von vielen anderen Unternehmen in der Automobilindustrie unterscheidet, ist die konsequente Entscheidung, die Produktion und das Know-how in Italien zu belassen. Anstatt auf Outsourcing zu setzen, hat Texa in den Standort Monastier di Treviso investiert und alle Phasen der Produktentwicklung – von der Ideation bis zur Fertigung – unter eigener Kontrolle behalten. „Es ist keine romantische Geste, sondern eine bewusste industrielle Entscheidung“, betont das Unternehmen. Diese Strategie ermöglicht eine hohe Qualitätssicherung und eine schnelle Anpassung an die Bedürfnisse des Marktes.

Zahlen, die überzeugen

Zahlen, die überzeugen

Die beeindruckenden Zahlen der letzten Jahre sprechen für sich. 2022 verzeichnete Texa einen Nettoumsatz von 183,7 Millionen Euro, der im Jahr 2023 auf 191,2 Millionen Euro stieg. Für 2025 wird ein Umsatz von 204,5 Millionen Euro prognostiziert. Das EBITDA wuchs von 33,8 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 36,6 Millionen Euro im Jahr 2023. Mit 1.048 Mitarbeitern, davon 802 in Italien und 246 in den ausländischen Tochtergesellschaften, beweist Texa seine wirtschaftliche Stärke und seine globale Ausrichtung.

Mehr als nur ein unternehmen: eine investition in die zukunft

Mehr als nur ein unternehmen: eine investition in die zukunft

Texa investiert nicht nur in seine Produkte, sondern auch in seine Mitarbeiter und die Ausbildung junger Fachkräfte. Das Programm TexaEdu, das seit 2004 in 62 Berufsschulen in Italien aktiv ist, bietet kostenlose Kurse, Materialien und Werkzeuge für angehende Mechatroniker an. „Wir ersetzen den Begriff ‚Mitarbeiter‘ durch ‚Angehörige‘, um das Engagement der Menschen im gemeinsamen Projekt zu betonen“, erklärt das Unternehmen. Diese Philosophie spiegelt sich auch in der Gestaltung des Hauptquartiers in Monastier wider – einem Ort, der Zusammenarbeit und Innovation fördert.

Die Auszeichnungen, die Texa in den letzten Jahren erhalten hat, darunter die Ernennung von Bruno Vianello zum „Cavaliere del Lavoro“ (Ritter der Arbeit) und der Volkswagen Group Award „Local Hero“, bestätigen den Erfolg des Unternehmens und seine Bedeutung für die italienische Automobilindustrie. Texa ist mehr als nur ein Diagnostik-Spezialist; es ist ein Symbol für italienische Ingenieurskunst, Innovation und unternehmerischen Mut. Und mit der neuen Abteilung e-Powertrain blickt Texa selbstbewusst in die Zukunft der Elektromobilität.