Tchouaméni ammt sich an gelbe karte: „für mich ist das kein foul!
München – Die Stimmung im französischen Lager ist angespannt. Aurelien Tchouaméni, der zentrale Mittelfeldspieler von Real Madrid, wird im Rückspiel gegen den FC Bayern verbannt und zeigt sich sichtlich unzufrieden mit der Entscheidung des Schiedsrichters Michael Oliver. Die gelbe Karte, die ihm im Hinspiel unterlief, fühlt sich für den 24-Jährigen ungerecht an – und das, obwohl er sich selten in Kritik an Unparteiischen verliert.
Die frustration des französischen spielmachers
„Für mich ist das keine gelbe Karte. Ich mache doch nichts, ich laufe nur… Und nach all den Fouls, die es vorher gab, ist das einfach unfair“, klagte Tchouaméni nach dem Spiel. Seine Worte unterstreichen die Frustration, die in der Mannschaft nach der knappen Niederlage im Allianz Arena herrscht. Anstatt über mögliche Nachfolger zu spekulieren, machte der Mittelfeldmotor deutlich, dass er sich auf das Team konzentriert.
„Glaubt ihr wirklich, ich werde euch das beantworten?“, entgegnete er auf die Frage nach einem möglichen Ersatz. „Wir haben ein großartiges Team, und wer auch immer spielen wird, er wird es sehr gut machen. Wir werden nach München fahren, um zu gewinnen.“ Tchouaméni zeigt damit den unbedingten Willen, das Blatt zu wenden.

Klarer plan für das rückspiel
Die Analyse des Spiels und die Erwartungen an die Rückrunde sind bei Tchouaméni klar definiert: „Wir müssen weniger Gegentore kassieren und mehr erzielen. Es liegt auf der Hand, aber wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen. Wir wussten, dass es eine K.O.-Runde über zwei Spiele sein würde, und wir sind weiterhin davon überzeugt, dass wir weiterkommen können.“
Trotz des 0:2-Rückstands lobte Tchouaméni die Reaktion der Mannschaft. „Ich weiß nicht, ob das Ergebnis fair war, aber als es schwierig wurde, haben wir unsere Leistung gesteigert und mehr Chancen kreiert. Wir werden arbeiten und uns gut auf das Rückspiel vorbereiten.“ Der Glaube an die eigene Stärke scheint ungebrochen. Tchouaméni ist sich sicher: „Wenn wir auf unserem Niveau spielen und selbstbewusst auftreten, können wir viel Schaden anrichten.“
Die Herausforderung ist groß, aber die Entschlossenheit zu gewinnen, ist spürbar. Der Ausgang der Partie hängt davon ab, ob Real Madrid die Fehler der Vergangenheit abstellen und seine Chancen konsequent nutzen kann. Ein hartes Stück Arbeit erwartet die Madrilenen in München, aber die Hoffnung auf ein Weiterkommen bleibt bestehen – getragen von der unbändigen Entschlossenheit eines Spielers, der ungerecht behandelt wurde, aber nicht aufgibt.
