Tare schießt gegen milan-kritiker: champions-league-ziel trotz ausrutscher
Igli Tare lässt die Bombe platzen. Vor dem Serien-A-Gastspiel bei der Cremonese (27. Spieltag, 1. März 2026, 12.30 Uhr im Zini) sagte der sportliche Leiter des AC Milan bei DAZN, dass der Klub trotz jüngster Punktverluste auf Kurs bleibt – und erntet dafür sofort Gegenwind aus Fanforen und Talkshows.
Klare kante gegen zweifler
„Wir haben in den letzten sechs Monaten eine Stabilität hergestellt, die über einzelne Niederlagen nicht wegzudiskutieren ist“, betonte der 49-Jährige. Das Ziel sei von Anfang an klar gewesen: „eine Mannschaft bauen, die sich für die Champions League qualifiziert“. Dass dabei auch mal ein Punkt liegenbleibe, gehöre zu einem „neuen Prozess dazu“.
Die Zahlen sprechen für Tare: Nach 26 Spielen steht Milan bei 54 Punkten, nur zwei weniger als im Vorjahr zur gleichen Zeit. Doch die Tabelle lügt nicht – der Vorsprung auf Platz fünf (Atalanta) schrumpfte auf vier Zähler. Die Konkurrenz schläft nicht.
Die Frage nach möglichen psychologischen Schäden nach dem verpassten Scudetto-Traum wies Tare brüsk zurück. „Im Fußball haben wir in den letzten 20 Jahren alles gesehen – eine Niederlage kann dir nicht die Arbeit von einem halben Jahr nehmen.“ Fokus sei nun der Derby della Madonnina gegen Inter in drei Wochen. „Dort wollen wir beweisen, dass wir bereit sind für die heiße Phase.“

Planung läuft schon ohne champions-tv-geld
Über die Planung für die Saison 2026/27 will Tare nicht spekulieren. „Wir arbeiten mit Ideen, nicht mit Gewissheiten“, sagte er. Ob mit oder ohne Champions-League-Prämie: „Milan muss auch nächstes Jahr wettbewerbsfähig bleiben.“ Dabei verwies er auf die interne Diskussionskultur. „Nicht jeder Vorschlag kommt von mir, aber am Ende zählt nur das Wappen auf der Brust.“
Die nächsten fünf Spiele entscheiden über den Erfolg dieser Philosophie. Schon am Mittwoch wartet das Viertelfinal-Rückspiel im Coppa Italia gegen Lazio. Für Tare steht fest: „Wenn wir jetzt zögern, verschenken wir nicht nur Punkte, sondern auch Glaubwürdigkeit.“
Der Druck steigt – und mit ihm die Lautstärke der Kritik. Tare blebt cool: „Erst wenn die Kurve wieder singt, weißt du, wofür du arbeitest.“ Die Antwort folgt auf dem Platz. Sonst wird es eng.
