Take kubo zurück auf dem rasen: japaner jagt cup-finale mit real sociedad

Erst die Knöchel-Diagnose, dann zwei Monate Physio, jetzt endlich wieder Ballkontakt: Take Kubo hat seine erste Woche Teambetrieb nach Verletzungspause absolviert und schielt bereits auf das Königspokalfinale vom 18. April. Der Japaner will nicht nur dabei sein – er will entscheiden.

Der 22-Jährige gab der Radiostation Onda Cero Euskadi ein emotionales Update, nachdem ihn die Hörer zum Spieler der abgelaufenen Saison kürten. „Ich werde auflaufen, daran arbeiten wir mit den Physios Tag für Tag“, sagte Kubo. „Ich will kein Statist sein, sondern einer, der die Partie dreht.“

Kubo biss sich durch fernsehzoff – und erkannte die cup-chance

Der Zustand seiner Mitspieler macht ihm Mut, aber auch Konkurrenzdruck. Mit Oyarzabal, Barrene, Guedes und Orri liefert Trainer Matarazzo eine Offensive am laufenden Band. „Die Jungs spielen auf Nationalmannschaftsniveau“, sagt Kubo. „Das hat mich während meiner Reha ruhig schlafen lassen, weil das Team gewann.“

Dennoch spürt er den Biss: „Vor der Verletzung war ich gesetzt. Jetzt heißt es kämpfen.“ Die Verletzung selbst? Ein Horror-Moment. „Ich konnte den Fuß nicht bewegen, da wusste ich: gebrochen. Die Jungs mussten mich raustragen – peinlich, aber unvermeidbar.“

Statt auf europäischer Erfolgsträne zu dämmern, flog Kubo nach Japan, um mit Familie Kraft zu tanken. „Der Club ließ mich gehen, das war mental Gold wert.“ Zurück in San Sebastián klappte die Integration in Trainingspläne nahtlos.

Matarazzo-effekt: neuer trainer, neue dna

Matarazzo-effekt: neuer trainer, neue dna

Kubo lobt den Systemwechsel unter Pellegrino Matarazzo. „Es ist nicht nur der Trainer, auch einige Spieler denken anders. Der Umstand ‚neuer Coach‘ hat uns einen Reset verschafft – plötzlich glauben wir wieder an Großes.“

Bevor die Copa-Party steigt, fordert LaLiga Punkte. „Wir haben Heimspiele gegen Gegner, die wir schlagen müssen. Europa ist das Ziel, egal ob über Pokal oder Liga. Die Liga ist unser zweiter Einstiegstest – wie zwei Klausuren für dieselbe Uni“, vergleicht Kubo.

Sein Sommer ist ohnehin klar: Die WM in Katar wartet. „Alle vier Jahre, höchste Motivation. Ich brauche Top-Partien mit Real, um in Bestform nach Asien zu reisen.“

Der Countdown läuft: 24 Tage bis zum Finale in Sevilla. Kubos Zehen spüren den Ball wieder – und die ganze Stadt spürt, dass ihr japanischer Magier zurück ist. Wenn er in der La Cartuja aufläuft, wird San Sebastián erneut an sein Copa-Märchen 2020 erinnert, nur diesmal ohne Geisterkulisse. Für Kubo heißt das: keine Halbzeitgeschichten mehr, nur noch 90 Minuten, die über Jahre erzählt werden.