Svajdas traumsturz: french open endet mit schiedsrichter-kollision

Paris – Zachary Svajda, der US-Amerikaner mit dem großen Traum vom Viertelfinale der French Open, erlebte einen denkwürdigen und schmerzhaften Abbruch seines Matches gegen Flavio Cobolli. Ein unglücklicher Sturz gegen den Stuhl des Schiedsrichters markierte das dramatische Ende für den Weltranglisten-85.

Cobolli zieht ins viertelfinale ein – italienische erfolgsgeschichte nimmt fahrt auf

Cobolli zieht ins viertelfinale ein – italienische erfolgsgeschichte nimmt fahrt auf

Das Duell gegen den italienischen Aufsteiger Flavio Cobolli gestaltete sich für Svajda von Beginn an schwierig. Bereits im dritten Spiel des ersten Satzes kam es zur Kollision, die den jungen Amerikaner aus dem Spiel warf. Cobolli, der im April bereits Alexander Zverev in München bezwungen hatte, nutzte die Verwirrung seines Gegners geschickt aus und sicherte sich die ersten beiden Sätze deutlich mit 6:2 und 6:3. Ein kurzer Moment der Fassung und eine Nachfrage nach dem Zustand des Gegners zeigten sportliches Verhalten seitens Cobolli.

Trotz eines kämpferischen dritten Satzes, den Svajda überraschend mit 7:6 (7:3) für sich entscheiden konnte, brach der US-Amerikaner im Entscheidungssatz erneut zusammen. Der Kampfgeist war zwar vorhanden, doch die körperliche und mentale Erschöpfung zeigten sich deutlich. Cobolli behielt die Nerven und gewann den Entscheidungssatz mit 7:5, womit er seinen Einzug ins Viertelfinale besiegelte. Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben – ein verdienter Erfolg für den 24-jährigen Italiener.

Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen: „Das Spiel ist nie vorbei“, kommentierte Cobolli das dramatische Match, in dem er den entscheidenden fünften Satz nur knapp verhinderte. „Ich habe mir fast in die Hose gemacht.“ Die French Open könnten sich zu einem italienischen Fest entwickeln, denn neben Cobolli haben auch Matteo Berrettini und Matteo Arnaldi gute Chancen, am Dienstag ihre Tickets für die Runde der letzten Acht zu buchen. Berrettini trifft auf Juan Manuel Cerundolo, während Arnaldi gegen Frances Tiafoe antreten wird.

Der frühe Aus von Topfavorit Jannik Sinner in der zweiten Runde hat die Tür für andere italienische Spieler geöffnet. Die Spannung in Paris ist spürbar, und die kommenden Tage versprechen weitere dramatische Duelle und Überraschungen. Die Formkurve von Cobolli und die Ambitionen seiner Landsleute lassen eine italienische Dominanz in den kommenden Runden durchaus vermuten.