Suzuka liefert den nächsten schock: piastri vor antonelli – verstappen nur zehnter

McLaren schlägt zu, Mercedes grinst, Red Bull zittert: Oscar Piastri setzt im zweiten Freien Training von Suzuka die Bestzeit, Kimi Antonelli feiert als Neuling die zweitschnellste Runde. Max Verstappen landet auf Rang zehn – und wirft die Frage auf, ob die Red Bull RB22 erstmals seit Jahren eine echte Schwäche hat.

Die zeiten im detail: mclaren dominiert, mercedes folgt dichtauf

1:30,133 Minuten – Piastri nagelt die McLaren MCL40 an die Spitze. Dahinter Antonelli (1:30,225) und George Russell (1:30,338), beide im Silberpfeil. Lando Norris komplettiert das McLaren-Doppelpack auf Platz vier. Die Ferrari von Charles Leclerc und Lewis Hamilton folgen mit fast sieben Zehntel Rückschlag – ein Vorsprung, der in Suzuka wie eine Ewigkeit wirkt.

Verstappen? 1:31,509 – mehr als eine Sekunde hinter Piastri. Der Weltmeister probierte verschiedene Abstimmungen, verlor aber über alle drei Sektoren Zeit. Die Datenanalyse wird den Ingenieuren keine ruhige Nacht bescheren.

Antonellis lehrstunde und die große mercedes-frage

Antonellis lehrstunde und die große mercedes-frage

Kimi Antonelli ist kein Ersatzfahrer mehr, sondern ein Faktor. Der 19-Jährige war in beiden Trainings konstant schnell, ließ selbst Teamkollege Russell hinter sich. Toto Wolff lächelt, aber er weiß: Samstag entscheidet sich in Q3, ob die Pace über eine Runde reicht, um McLaren und vielleicht sogar Verstappen zu bedrohen.

Die Longruns verrieten ein anderes Bild. McLaren schonte die Reifen, Mercedes litt auf der hinteren Achse. Ein Hinweis, warum die Silberpfeile im Rennen noch zittern müssen.

Die verlierer des tages: aston martin und cadillac

Die verlierer des tages: aston martin und cadillac

Fernando Alonso und Lance Stroll fuhren die langsamsten Zeiten – 1:33,596 und 1:33,951. Der AMR24 wirkt auf Suzukas schnellen Kurven wie ein Lastwagen. Cadillac schaltet noch tiefer: Bottas und Pérez landen auf den Rängen 18 und 20, mehr als 2,5 Sekunden hinter Piastri. Für das US-Team wird es eng, die 107-Prozent-Marke am Sonntag zu erreichen.

Was das für den samstag bedeutet

Was das für den samstag bedeutet

Die Qualifying-Simulationen sind geschlagen, aber die Tankläufe zeigen: McLaren kann das Tempo halten, Mercedes hat die Reifenfrage noch nicht gelöst. Verstappen wird in Q3 aufräumen – sofern die Abstimmung stimmt. Die Zeiten liegen so eng beieinander, dass schon ein verpatzter Sektor zwischen Frontreihe und Mittelfeld entscheidet.

Und Kimi Antonelli? Er könnte morgen Geschichte schreiben – als jüngster Pole-Sitter seit Max Verstappen 2016. Suzuka liefert Drama, schon vor dem Rennen.