Super league: wer leiht sich aus und wer investiert?
Die Transferphase in der Super League ist mehr als nur Sommer- und Winterfenster. Leihtransfers sind ein fester Bestandteil der Strategie vieler Klubs, um kurzfristige Probleme zu lösen oder eine Chance zu nutzen. Doch welche Leihspieler könnten sich langfristig einen Platz in ihren Teams verdienen? Und welche Vereine scheinen sich von ihren Optionen zu trennen?
Beliebte leihgaben: duranville und koindredi kämpfen um ihre zukunft
Der FC Basel 1893 hat in dieser Saison mit einigen vielversprechenden Leihspielern gelockt. Julien Duranville, die Leihgabe vom BVB, kam mit großen Erwartungen, deutete sein Potenzial aber nur in Phasen an. Ein Tor und eine Vorlage in bisherigen Einsätzen sind zu wenig für einen Spieler, der eigentlich zu den besten der Liga gehören könnte. Auch Koba Koindredi, der von Sporting Lissabon ausgeliehen wurde, hinterließ einen zwiespältigen Eindruck. Seine Einstellung und sein Arbeitseinsatz wurden immer wieder kritisiert, was seine Chancen auf einen festen Transfer deutlich verringert.
Das Fazit: Während Duranville dank einer vereinbarten Weiterverkaufsbeteiligung finanziell für die Bebbi dennoch interessant sein könnte, scheint Koindredis Rückkehr nach Portugal bereits besiegelt.

Die espen setzen auf baldé – ein teures vergnügen?
Bei den Espen aus St. Gallen scheint die Lage klarer zu sein. Alessandro Vogt und Aliou Baldé bilden ein gefährliches Sturmduo, und die Espen besitzen eine Kaufoption für den Nizza-Leihspieler. Diese Option wäre allerdings eine finanzielle Herausforderung, würde aber den jungen Stürmer zum teuersten Zugang der Vereinsgeschichte machen. Dennoch ist es durchaus denkbar, dass die St.Galler die Summe überwiesen und Baldé mit Gewinn weiterverkaufen.
Auch Tiemoko Ouattara besitzt eine Kaufoption, allerdings scheint Trainer Enrico Maassen den wirbligen Aussenspieler selten zu berücksichtigen. Colin Kleine-Bekel, der dritte Leihspieler der Espen, hat zudem Pech mit seinem Debüt gehabt und wird wohl im Sommer zurück zu Bochum wechseln.

Zürich zeigt sich unentschlossen bei phaeton, palacio bleibt
Auch beim FC Zürich gibt es einige Leihspieler, die die Zukunft ungewiss ist. Matthias Phaeton, der lange als einer der wenigen Zürcher galt, die überzeugen konnten, wurde nach fehlender Einstellung auf die Tribüne verbannt. Die Kaufoption wird daher wohl nicht gezogen werden. Im Gegensatz dazu scheint Nelson Palacio im Mittelfeld der Zürcher fest etabliert, sodass eine Option gezogen werden dürfte.

Sion hofft auf boteli – ein teures talent
Der FC Sion könnte mit Winsley Boteli einen echten Glücksgriff gelandet haben. Der 19-Jährige trifft auf beeindruckende Weise und überzeugte zudem in der U21-Nationalmannschaft. Eine Kaufoption scheint seriös in Betracht gezogen zu werden. Allerdings ist die Ablösesumme von rund 3,5 Millionen Euro nicht ohne. Lamine Diack, der zweite Leihspieler der Sittener, wird hingegen wohl zurück nach Nantes wechseln.

Lugano und cassano: eine verletzungsbedingte ungewissheit
Beim FC Lugano steht aktuell nur Claudio Cassano unter Vertrag. Der Italiener kam in der Hinrunde nicht über die Jokerrolle hinaus, zog sich dann aber einen Kreuzbandriss zu. Trotz seines jungen Alters und des großen Potenzials, das ihm nachgesagt wird, ist es fraglich, ob die Bianconeri die Kaufoption ziehen werden.
Die Bilanz: Während einige Klubs klare Pläne für ihre Leihspieler haben, stehen andere noch in den Startlöchern. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Transfers tatsächlich festgemacht werden und welche Spieler wieder in ihre Stammvereine zurückkehren.
