Süle schmeißt die tür zu: bvb trennt sich von millionen-transfer
Niklas Süle verlässt Borussia Dortmund – und diesmal ohne großes Tamtam. Nach vier Jahren, in denen der Innenverteidiger mehr Geld kassierte als Bälle abräumte, einigten sich BVB und Spieler auf eine Trennung zum Saisonende. Der Post auf Instagram klingt freundlich, aber die Botschaft ist klar: Der Verein will nicht mehr weitermachen.

Ein abgang, der lange überfällig war
Süle kam 2022 ablösefrei aus München, mit dem Ruf eines gestandenen Nationalspielers und dem Körper eines Boxers. Doch statt Stabilität brachte er vor allem Verletzungspech und Laufduelle, die er zu häufig verlor. 108 Pflichtspiele, drei Tore – Statistiken, die bei einem Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro wenig beeindrucken. Die Fans hatten ihn längst abgeschrieben, die Vereinsführung zog nun nach.
Mit Salih Özcan verlässt ein weiterer Flop den Club. Der Mittelfeldspieler kam 2022 für fünf Millionen Euro vom 1. FC Köln, sollte die Räume dicht machen, lief aber mehr hinterher als erwartet. Auch er wurde nicht mehr gebraucht – ein Schulterschluss zwischen Klub und Spieler, der beiden Seiten das Gesicht wahrt.
Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte schon im Winter deutlich gemacht, dass der Kader nicht nur qualitativ, sondern auch finanziell neu justiert wird. Mit Süle und Özcan verschwinden zwei der teuersten Arbeitsverhältnisse, ohne dass der sportliche Schmerz groß wäre.
Für Süle bleiben noch neun Spiele, um sich mit einem positiven Bild zu verabschieden. Die Wahrheit aber ist: Sein BVB-Kapitel war schon lange gelesen. Der Abschied ist keine Tragödie – er ist die logische Konsequenz aus vier Jahren, in denen Erwartung und Realität nie zusammenfanden.
