Suhl marschiert, dresden zittert: halbfinale der volleyball-frauen verspricht drama

Der VfB Suhl hat in Wiesbaden einen Fehlstart verboten. Mit einem 3:0 glitten die Thüringerinnen wie auf Schienen ins Halbfinale, während Dresden in Münster um jeden Punkt rang und erst nach 128 Minuten die Fahrkarte löste. Für Schwarz-Weiß Erfurt ist die Saison nach dem 0:3 gegen Stuttgart dagegen vorbei.

Suhl dominiert, dresden überlebt

Die Suhlerinnen ließen keinen Zweifel. Bereits nach 72 Minuten war die Partie entschieden, weil Wiesbaden außer einer Aufschlagserie im zweiten Satz nichts entgegenzusetzen hatte. Mareen Apitz lenkte das Spiel mit 13 Punkten, die Annahme stand wie ein Betonpfeiler. Der VfB trifft nun auf Aachen oder Schwerin – je nachdem, wer das zweite Duell für sich entscheidet.

Dresden musste dagegen bis in die Nerven. Der DSC gewann zwar den ersten Satz, kassierte dann aber zwei Niederlagen in Folge. Erst ein 8:2-Lauf im vierten Durchgang rettete die Sachsen ins Tiebreak. Dort wehrten sie bei 15:16 einen Matchball ab, ehe Marta Levinska den Siegpunkt erzielte. 27 Punkte, 21 Angriffe, 4 Blocks – die Polin trug ihr Team regelrecht auf den Schultern.

Erfurt scheidet mit offenen fragen aus

Erfurt scheidet mit offenen fragen aus

Schwarz-Weiß Erfurt verließ die Halle mit hängenden Köpfen. Das 0:3 war die logische Folge einer Serie, in der Stuttgart 49 Angriffspunkte mehr erzielte und die Thüringerinnen nur 38 % im Feld hatten. Trainer Jan Hübner sprach von „fehlener Präzision und zu vielen Eigenfehlern“, doch die Zahlen sagen mehr: 19 Aufschlagfehler, nur zwei Asse. Die Saison endet damit vor der eigentlichen Zielgeraden.

Im Halbfinale wartet nun Stuttgart auf Dresden – ein Rematch des Vorjahrs, das die Sachsen damals im Golden Set gewannen. Suhl dagegen darf weiter vom ersten Titel seit 2014 träumen. Die Auslosung entscheidet, ob es gegen den Rekordmeister Schwerin oder die junge Truppe aus Aachen geht. Die Antwort folgt am Freitag. Die Uhr tickt.