Südkorea feiert perfekten wm-start: fast-stuttgarter wird zum helden!
Guadalajara bebte gestern Fußballgeschichte – und Südkorea hat den perfekten Auftakt bei der Weltmeisterschaft gerissen! Ein 2:1-Sieg gegen Tschechien, der vor allem durch die unerwartete Leistung von Hyeon-gyu Oh ermöglicht wurde, sorgte für frenetischen Jubel. Doch der Weg zum Torhelden war für den Stürmer alles andere als geradlinig.

Ein comeback, das geschichte schreibt
Oh, der im vergangenen Jahr beim Medizincheck des VfB Stuttgart aufgrund einer Knieverletzung durchfiel, bewies eindrucksvoll seinen Kampfgeist. Sein Siegtreffer in der 80. Minute war nicht nur der Siegtreffer für Südkorea, sondern auch ein Statement seines eigenen Willens. Minjae Kim, der Bayern-Profi, feierte ebenfalls einen gelungenen Einstand und sicherte sich damit den ersten Sieg eines Bayern-Stars bei diesem Turnier. Die ersten 90 Minuten waren eine Achterbahn der Gefühle für beide Teams.
Bereits das Eröffnungsspiel der Gruppe A hatte für Aufsehen gesorgt: Gastgeber Mexiko setzte sich mit 2:0 gegen Südafrika durch. Aber die Partie zwischen Südkorea und Tschechien hatte es in sich. Eine kuriose Szene in der Anfangsphase unterbrach das Spiel kurz, als Han-beom Lee Pavel Sulc mit einem Riss im Trikot das Spiel kurzzeitig lahmlegte – ein unfreiwilliger Modeschock.
Die erste hochkarätige Torchance ließ bis zur 38. Minute auf sich warten, als Heung-min Son, der mittlerweile beim Los Angeles FC spielt, mit einem Schuss aus 20 Metern knapp am Tor vorbeischoss. Nur eine Minute später verfehlte der Südkorea-Star das Ziel knapp mit einem Linksschuss. Das Stadion, das 45.664 Zuschauer beherbergte, war zwar nicht bis auf den letzten Platz gefüllt, aber die Stimmung war ausgelassen, untermalt von der rhythmischen La-Ola-Welle.
MagentaTV-Experte Jonas Hofmann kommentierte amüsiert: „Die Dauerwelle war noch das Spannendste im Stadion.“ Doch das Spiel hatte mehr zu bieten als nur rhythmische Bewegungen. Tschechien ging durch Ladislav Krejci in der 59. Minute in Führung, nachdem ein weiter Einwurf von Vladimir Coufal für Verwirrung sorgte. Der VAR musste eingreifen, bestätigte den Treffer aber – ein Moment der Hoffnung für die tschechische Mannschaft.
Südkorea ließ sich nicht entmutigen. In-beom Hwang glich in der 67. Minute aus, indem er im Chaos nach einem Ausflug von Kovar ins Leere den Ball ins Tor schob. Ein Zeichen des Kampfgeistes, unterstrichen durch den Finger auf die Lippen und das Herzchen in Richtung Kamera. Nur wenige Augenblicke später glaubten die Tschechen erneut an die Führung, doch Tomas Soucek's Kopfball wurde wegen Abseits zurückgenommen.
Dann der Moment, der den Sieg besiegelte: Hyeon-gyu Oh, der eingewechselte Joker, drückte in der 80. Minute eine Hereingabe über die Linie – ein Sieg für Südkorea, der zeigt, dass man auch mit einer schwierigen Vergangenheit zum Erfolg gelangen kann.
Die koreanische Mannschaft nimmt damit bereits zum elften Mal in Folge an einer WM-Endrunde teil. Die Tschechen kehrten nach 20 Jahren zurück und hatten sich über die Play-offs qualifiziert. Ein Duell zweier Teams, die ihren Weg hart erkämpft haben.
