Stuttgart gegen porto: rtl zeigt europa-league-kracher gratis – vfb mit risiko-plan
Donnerstag, 18.45 Uhr, Arena Stuttgart – und kein Ticket nötig. RTL überträgt das Achtelfinal-Hinspiel des VfB gegen den FC Porto kostenlos. Wer das Spiel verpasst, hat sich selbst zu beneiden: Erstmals duelliert sich der Schwabe mit dem Drachen aus dem Norden, und die Bilanz des Gegners knallt ins Gesicht: 30 portugiesische Meisterschaften, Champions-League-Sieg 2004, ein Uefa-Pokal ein Jahr zuvor. Kurz: Porto kommt nicht zum Probeliegen.
Portos geheimwaffe fehlt – das nutzt stuttgart
Trainer Sebastian Hoeneß hat die Info schon verinnerlicht: Samu Aghehowa, 13 Ligatore plus drei in der Europa League, fehlt mit einem Kreuzbandriss. Die Nummer neun der Drachen war der Dauerläufer, der die Gegner in die Tiefe zog und den Ball ablegte, sobald er roch, dass ein Mitspieler besser stand. Ohne ihn wird Francesco Farioli auf Evanilson und Galeno umschwenken müssen – zwei schnelle, aber auch zwei, die sich gern in Dribblings verlieren. Die VfB-Abwehr kann jetzt höher stellen, den Ball führen und Porto in die eigene Hälfte locken. Risiko? Klar. Aber Stuttgart hat in dieser Saison bewiesen, dass es mit Risiko leben kann.
Die Zahlen sprechen für den Underdog: In der Bundesliga kassierte Stuttgart erst 21 Gegentore – nur Leverkusen und Leipzig sind besser. Die Fünferkette um Anton und Stenzel wirkt eingespielt, weil Hoenezz sie wochenlang nicht rührte. Dazu die offensiven Varianten: Undav als Zielspieler, Silas als Turbo, Millot als Leisetreter zwischen den Linien. Die Mischung erinnert an die Tage von Fredi Bobic und Krasimir Balakov, nur schneller und mit mehr Laufleistung. 78 Prozent der Stuttgarter Tore fallen nach der Pause – wenn Porto mit dem Rücken zur Wand steht, kommt der VfB erst richtig in Fahrt.

Matthäus vor ort – und ein blick richtung rückspiel
RTL schickt Lothar Matthäus an den Ring. Der Rekordnationalspieler wird nicht nur analysieren, sondern auch vor Ort ein Gefühl dafür bekommen, wie weit Stuttgart in der Europa League wirklich ist. Sein Urteil dürfte weit über das Achtelfinal-Duell hinausreichen. Denn schon am 19. März steigt das Rückspiel in der Estádio do Dragão – ein Ort, an dem europäische Großklubs schon untergingen. Wer da mit einem Vorsprung anreist, spielt mit dem Rückenwind der Geschichte. Die letzte deutsche Mannschaft, die in Porto gewann, war Borussia Dortmund – vor acht Jahren.
Für den VfB geht es also um mehr als nur ein Ticket fürs Viertelfinale. Es geht darum, sich selbst in die Geschichtsbücher zu schreiben, die bisher nur Namen wie Mourinho, Deco und der legendäre Torhüter Baía tragen. Die Arena wird ausverkauft sein, 60.000 Stimmen werden gegen die Erfahrung der Gäste ansingen. Und wenn Stuttgart nach 90 Minuten vorne liegt, wird der Blick nach Portugal schon ein wenig weniger beklemmend ausfallen. Die Uhr tickt, die Koffer sind gepackt. Für Stuttgart beginnt die Stunde der Wahrheit – und jeder Zuschauer kann live dabei sein, ohne einen Cent zu zahlen.
