Stürmische bedingungen in new york: spanien dominiert sail grand prix

Der Mubadala New York Sail Grand Prix stand am Samstag unter dem unberechenbaren Einfluss des Windes – ein Spektakel mit dem Manhattaner Skyline im Hintergrund, das jedoch auch für außergewöhnliche Herausforderungen sorgte. Extremwetterbedingungen zwangen die Organisatoren, das Feld auf die vier bestplatzierten Teams des Turniers zu beschränken, wodurch ein Rennen unter ungewöhnlichen Umständen entstand.

Ein tag der umstände: nur wenige boote am start

Nur Spanien, Großbritannien und die Vereinigten Staaten durften überhaupt an den Start gehen, nachdem das australische Team während des Aufwärmens Schäden an seinem F50 erlitten hatte. Die erforderliche Mindestanzahl von fünf Booten wurde somit nicht erreicht, was zur Folge hatte, dass die Ergebnisse des gestrigen Tages nicht in die Gesamtwertung des Rolex SailGP Championship einfließen werden. Ein ungewöhnlicher Umstand, der die Spannung jedoch kaum minderte.

Los gallos beweisen ihre klasse

Los gallos beweisen ihre klasse

Trotz der widrigen Umstände präsentierte sich das spanische Team, Los Gallos, als eines der stärksten Teams im Rolex SailGP Championship. Diego Botín und seine Crew lieferten eine beeindruckende Vorstellung ab: Zwei Siege und ein zweiter Platz in drei Rennen sprechen für sich. Das erste Rennen sah lediglich Spanien und Großbritannien am Start, da die Vereinigten Staaten verspätet eintrafen. Dylan Fletcher und das Emirates Great Britain SailGP Team setzten sich zunächst in Führung, konnten jedoch im weiteren Verlauf nicht mehr verteidigt werden.

Das zweite Rennen präsentierte sich deutlich ausgeglichener, als auch die Vereinigten Staaten ins Rennen eingreifen konnten. Großbritannien übernahm erneut die Führung, doch Los Gallos zeigten eine beeindruckende Aufholjagd, kombiniert mit Geduld und Präzision, und sicherten sich schließlich den Sieg. Ein Triumph, der in den Wassern des Hudson River besonders süß schmeckt.

Im dritten und letzten Rennen des Tages untermauerte Spanien seine Dominanz. Los Gallos setzten sich erneut gegen Großbritannien und die Vereinigten Staaten durch, wobei die F50-Kats mit bis zu 101 km/h über das Wasser flogen – die höchste Geschwindigkeit, die das spanische Team mit dieser Flügelkonfiguration bisher erreichte. Diego Botín betonte nach dem Rennen, dass die Teams am Freitag nicht trainieren konnten und somit ohne Vorbereitung ins Rennen gegangen seien. Ein technisches Problem während des Aufwärmens hatte die Vorbereitung zusätzlich erschwert.

Die ungewöhnlichen Umstände dieses Wochenendes bedeuten, dass die vier Teams, die am Samstag fahren konnten, am Sonntag einen Vorteil gegenüber dem Rest der Flotte haben werden. Ein Vorteil, der durch ihre starke Leistung am Samstag, an einem der unberechenbarsten Tage im Kalender, erkauft wurde. “Am Ende haben wir uns reingekämpft und einen guten Tag hingelegt”, so der spanische Skipper.

Dank ihrer beiden Siege und eines zweiten Platzes führt Spanien die Gesamtwertung des Events mit vier Punkten vor Großbritannien an. Die Bedingungen für Sonntag werden voraussichtlich leichter und unberechenbarer sein, wobei es entscheidend sein wird, auf den Foils zu bleiben. Da die Ergebnisse des Grand Prix nicht in die Gesamtwertung des Turniers einfließen, wird der Fokus am Sonntag auf dem Kampf um den Sieg in New York und den damit verbundenen finanziellen Anreiz liegen.