Stukel schlägt ein wie eine bombe: ajoie sichert sich den besten liga-torjäger
Jakob Stukel wechselt per sofort mit einer B-Lizenz zum HC Ajoie – und liefert dem letztplatzierten der National League genau das Feuer, das zwischen Abstieg und Klassenerhalt fehlt: 33 Treffer, 62 Punkte in 50 Spielen. Die Botschaft ist klar: Wer unten liegt, muss oben zupacken.
Der jura bekommt den mann, der die swiss league dominiert
Die Zahlen sind keine Makulatur. Stukel war bis zuletzt das Gesicht des EHC Basel, schoss das Team mit fünf Play-off-Partien und drei Toren knapp an den Aufstiegsdream vorbei. Nun zieht der 29-jährige Kanadier mit slowakischem Pass in die höchste schweizerische Spielklasse – und trifft dort genau auf den Gegner, der Basel aus dem Rennen warf: EHC Visp wartet in den Playouts auf Ajoie.
Die Personalie ist ein Klassiker der späten Stunde. Bereits in der Vorsaison hatte Ajoie Stukel per B-Lizenz verpflichtet, doch blieb sein Einsatz damals ein Phantom. Diesmal wird er spielen, versprochen. Trainer Greg Ireland bekommt einen Center, der in der Defensive arbeitet und vor dem Tor kaltschnäuzig ist – ein Luxusproblem für einen Abstiegskandidaten.

Playouts ohne qualifikationsnetz – das risiko ist kalkuliert
Die Liga hat noch keine Entscheidung über eine mögliche Qualifikationsrunde gefällt. Für Ajoie heißt das: Wer die Playouts übersteht, ist gerettet. Wer sie verliert, kann trotzdem auf eine zweite Chance hoffen – oder abstürzen. Mit Stukel im Rücken vertraut der Club offenkundig der Eigenregie. Die Verstärkung kostet keen Transfergebühr, bindet aber eines der begehrtesten Importkontingente der Swiss League.
Die Fans im Les Rousses-Stadion erinnern sich gern an den letzten grossen Coup: 2021 stieg Ajoie als Meister der Swiss League auf. Die Talfahrt seitdem ist bekannt. Nun also der Versuch, mit Kanada-Import und Tor-Garantie dem freien Fall Einhalt zu gebieten.
Stukel selbst dürfte motiviert sein. Schließlich wartet mit Ambri-Piotta ein Gegner, der in den Playouts selten ein Geschenk macht. Und vielleicht gibt es ja doch noch das Wiedersehen mit Visp – dann in einer Ligaqualifikation, die es offiziell gar nicht gibt, aber trotzdem jeden Saisonverlauf sprengen kann.
Für Ajoie steht weniger eine Frage im Raum, sondern eine Devise: Erst schiessen, dann zählen. Mit Stukel im Kader ist beides ein Stück wahrscheinlicher geworden.
