Strus fegt dallas weg – doch cavs verspielen heiße show in 120:130-krimi
Die Cleveland Cavaliers lieferten gegen Dallas ein Offensiv-Feuerwerk ab, das sie trotzdem mit 120:130 verloren. Der Grund: Max Strus kehrte nach zehn Monaten Pause zurück und warf die Mavs in Rekordzeit aus der Zone – 24 Punkte, 6/7 Dreier, ein Statement, das lauter schrie als jede Defense.
Kenny Atkinson wischte sich nach dem Buzzer demonstrativ über das Gesicht. „Ich habe in 15 Jahren NBA noch nie ein Comeback auf diesem Niveau gesehen“, sagte der Head Coach mit heiserer Stimme. „Der Junge trifft nach 23 Sekunden vom Feld. Dann wieder. Und wieder. Dallas rief zwei Timeouts, nur um ihn zu stoppen – und kriegt ihn trotzdem nicht kalt.“
Die zahlen, die dallas fror
Strus‘ 6/7 von jenseits der Drei-Punkte-Linie bedeuten 85,7 % – bester Wert einer Cavs-Rotation seit Kyle Korver 2017. Cleveland lag nach seinem dritten Dreier 38:32 vorne, schoss in diesem Viertel 48 % aus der Distanz und erzielte dennoch nur 28 Punkte, weil sie acht Turnovers produzierten. „Wir haben das Spiel dreimal gewonnen und dreimal wieder verschenkt“, sagte Atkinson. „Das ist Frust pur.“
Die Mavs antworteten mit 70 Punkten im Farbbereich. Luka Dončić und Kyrie Irving kombinierten 19 Assists, Center Daniel Gafford rollte mit 7/8 FG zum Saisonbestwert. Cleveland kassierte 58 Punkte im Paint – meiste in einem Spiel seit Mitte Februar. Evan Mobley musste als Not-Center gegen Gafford und Dereck Lively II antreten, weil Jarrett Allen weiterhin wegen seiner Schulter ausfällt. „Wir sind kleiner, aber nicht langsamer“, sagte Mobley. „Trotzdem fressen die Jungs uns auf.“

Playoff-rotation: jetzt wird’s eng
Mit Strus‘ Rückkehr haben die Cavs sieben Wing-Guards für drei Positionen – und nur 144 Minuten pro Spiel. Donovan Mitchell, James Harden, Dennis Schröder, Keon Ellis, Sam Merrill (Fersenprobleme), Rookie Jaylon Tyson und eben Strus buhlen um Zeit. Atkinson lacht trocken: „Ich würde gern alle spielen lassen. Aber im Mai sind nur fünf auf dem Feld.“
Ein Scout der Eastern-Conference-Konkurrenz warnt: „Cleveland hat Tiefe, aber keine klare Hierarchie. Wer sitzt, wenn alle fit sind? Das kann eine Chemie-Bombe werden.“ Die Antwort liegt in den nächsten zwölf Tagen. Denn nach der All-Star-Pause entscheidet sich, ob Cleveland an Boston und New York vorbeizieht – oder in die Play-In-Runde rutscht.
Strus selbst kümmert das wenig. „Ich habe mir den Arsch aufgerissen, nur um hier zu stehen“, sagte er mit zitternder Stimme. „Wenn ich 30 Sekunden kriege oder 30 Minuten – ich schieße, bis das Netz brennt.“ Seine Teamkollegen feierten ihn trotz der Niederlage wie einen Sieger. Denn in Ohio weiß man: Ein gesunder Strus kann im Mai die Serie drehen. Die Cavs haben jetzt 24 Spiele, um herauszufinden, wer neben ihm auf dem Feld steht – und wer auf der Bank landet.
