Struff kämpft sich bei wimbledon durch ein achterbahnspiel!
Ein Kraftakt, ein Nervenspiel, ein Sieg: Jan-Lennard Struff hat sich bei Wimbledon in ein dramatisches Fünf-Satz-Duell mit Sebastián Báez verwickelt und sich am Ende mit 7:5 durchgesetzt. Der Warsteiner bewies Nervenstärke und sicherte sich damit den Einzug in die zweite Runde – ein Erfolg, der alles andere als selbstverständlich war.
Ein holpriger start und eine beeindruckende wende
Der Auftakt ins Match auf Court 14 war alles andere als ruhig. Struff dominierte zunächst Satz eins glatt mit 6:1, doch der Argentinier Báez ließ nicht lange auf sich warten und konterte mit einem gewonnenen Tiebreak im zweiten Satz (7:4). Die Stimmung kippte, und plötzlich fand sich der Weltranglisten-74. mit dem Rücken zur Wand wieder. Satz drei und vier gingen an Báez, der scheinbar das Momentum vollkommen übernommen hatte.
Doch Struff gab sich nicht geschlagen. Mit einer kämpferischen Leistung gelang es ihm, im Entscheidungssatz die Kontrolle zurückzugewinnen. Ein spannender Schlagabtausch endete mit 7:5 für den Deutschen – ein Sieg, den er sichtlich erleichtert und glücklich feierte. „Es ist ein dreckiger Sieg“, kommentierte Struff das Match. „Dass ich es geschafft habe, das im fünften Satz irgendwie umzudrehen, war unglaublich.“

Wer steht als nächster auf dem platz?
Im zweiten Runde trifft Struff nun entweder auf Brandon Nakashima aus den USA oder den britischen Lokalmatador Jack Pinnington Jones. Erinnerungen an das Vorjahr, als er sich bis in die dritte Runde spielte, bevor er dem verletzungsgeplagten Carlos Alcaraz unterlag, sind verblasst. Jetzt zählt nur der nächste Sieg.
Die deutschen Hoffnungen bei Wimbledon sind hoch. Neben Struff wollen auch Alexander Zverev, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier ihre Auftaktmatches erfolgreich bestreiten. Zverev trifft am Dienstag auf Alexander Blockx, Hanfmann auf Giovanni Mpetshi Perricard und Altmaier auf Alex Molcan. Die Rasensaison ist eröffnet, und die deutsche Tennis-Delegation ist bereit, sich zu beweisen.
