Struff chancenlos: us-youngster demütigt routinier in madrid
Madrid – Ein Schock für den deutschen Tennis-Sport: Jan-Lennard Struff hat beim ATP-Masters in Madrid eine deutliche Niederlage gegen den jungen US-Amerikaner Alex Michelsen kassiert. Der erfahrene Warsteiner wirkte völlig von der Rolle und hatte keinerlei Mittel gegen das aggressive Spiel seines Gegners.

Ein debakel in weniger als einer stunde
Die Partie endete nach nur 57 Minuten Spielzeit mit einem klaren 2:6, 1:6 für Michelsen. Von Anfang an hatte Struff große Probleme, mit dem druckvollen Spielstil des 33 gesetzten US-Spielers mitzuhalten. Michelsens präzise Schläge und sein aggressives Vorankommen brachten Struff immer wieder in Bedrängnis. Es war eine Demonstration von Jugendlicher Energie gegen die Routine eines Routiniers, der an diesem Tag schlichtweg nicht fand.
Struff hatte sich nach seinem gewonnenen Erstrundenspiel gegen Alexandre Müller noch über seinen Erfolg in der spanischen Hauptstadt gefreut. Diese Freude war jedoch trügerisch, wie sich nun zeigte. Gegen Michelsen fand er keine Antwort auf die aggressiven Angriffe, die immer wieder zu Fehlern führten. Der Druck war immens, und Struff wirkte zunehmend frustriert.
Die Erinnerungen an 2023 sind weit entfernt. Im vergangenen Jahr hatte Struff mit dem Einzug ins Halbfinale eines hochklassig besetzten Turniers in Madrid einen seiner größten Karriereerfolge gefeiert. Ein Jahr später erreichte er immerhin das Achtelfinale, in dem er zweimal den spanischen Tennisstar Carlos Alcaraz an den Rand einer Niederlage brachte. Doch diese Zeiten scheinen weit entfernt, denn gegen Michelsen fand er schlichtweg nicht in sein Spiel.
Die Niederlage wirft Fragen auf. Kann Struff seine Form wiederfinden? Oder ist dies ein Zeichen dafür, dass seine Zeit an der Spitze des Tennis naht? Die Antwort wird das nächste Turnier zeigen.
