Strolls gt3-debüt: technische pannen und strafen überschatten vielversprechendes tempo
Paul Ricard – Lance Stroll, der sonst in der Formel 1 für Aufsehen sorgt, musste am Wochenende eine bittere Lektion im GT World Challenge Europe erleben. Sein erster Auftritt im Aston Martin GT3 endete in einer Demütigung, geprägt von technischen Problemen und einer Vielzahl von Strafen, die seine Ambitionen im Team mit Mari Boya und Roberto Merhi im Keim erstickten.
Ein rennwochenende zum vergessen
Die Absage des Großen Preises von Bahrain bot Stroll die Gelegenheit, im GT World Challenge Europe anzutreten. Doch statt eines Triumphes wurde es ein Lehrstück in Sachen Rennsport-Realität. Der Aston Martin mit der Startnummer 18 von Comtoyou Racing beendete das Rennen schließlich als Letzter, auf dem 48. Platz, nachdem er zuvor bereits über acht Minuten an Strafzeit aufgearbeitet hatte.
Die Nacht, in der Stroll seinen Einsatz absolvierte, stellte ihn vor eine zusätzliche Herausforderung. Obwohl er ein respektables achtes Rundenzeiten-Ergebnis erzielte, offenbarte sein Debüt im Nachtrennen deutliche Anpassungsprobleme. „Es war ein hartes Rennen, aber ich habe viel gelernt“, so Stroll nach dem Rennen. „Die Probleme waren einfach zu groß, um noch etwas reißen zu können.“

Optimismus trotz des misserfolgs
Trotz des desaströsen Ergebnisses zeigt sich Stroll optimistisch. Er betonte, dass er das Gefühl hatte, sich im Vantage GT3 wohlzufühlen und das Potenzial des Fahrzeugs erkannt zu haben. „Ich habe mich mit dem Aston Martin Vantage GT3 sehr wohlgefühlt und trotz des begrenzten Trainings hatte ich ein vielversprechendes Gefühl für das Auto. Ich war in meiner Runde einer der schnellsten Fahrer und wurde mit jeder Runde sicherer und verbesserte meine Zeiten“, erklärte der gebürtige Kanadier.
Die acht Minuten Strafzeit, die ihm während des Rennens verhängt wurden, waren der Sargnagel für seine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis. „Klar, das Rennen war quasi vorbei, als ich meine Runde begonnen habe, wegen der verschiedenen Probleme, die wir hatten, aber es war trotzdem großartig zu fahren, in Rennbedingungen nachts zu laufen und Erfahrungen in einer so kompetitiven Meisterschaft zu sammeln“, so Stroll.
Stroll bedankte sich bei seinem Team für die schnelle Gelegenheit und lobte das schnelle Auto. „Es hat wirklich Spaß gemacht! Und ich hoffe, ich kann bald wieder im GT-Bereich an den Start gehen“, sagte er und deutete an, dass dies nicht sein letzter Auftritt in dieser Disziplin sein dürfte. Ob und wann sich die Möglichkeit ergibt, ist jedoch noch offen.
Die rasche Enttäuschung sollte Stroll jedoch nicht entmutigen. Die Formel 1 bleibt sein primäres Ziel, doch dieser Ausflug in den GT-Bereich hat ihm wertvolle Erfahrungen und eine neue Perspektive auf den Motorsport beschert. Ein Blick zurück auf das Rennen in Paul Ricard zeigt, dass auch ein Fahrer von Strolls Kaliber den Herausforderungen des GT-Sports gewachsen ist – auch wenn es an diesem Wochenende nicht zum Erfolg gereicht hat. Der Fokus liegt nun darauf, aus den Fehlern zu lernen und sich auf zukünftige Motorsport-Herausforderungen vorzubereiten.
