Strelow fällt aus – deutsches biathlon-team reist ohne olympia-bronzemedailleur nach kontiolahti
Der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte am Dienstag die schlechte Nachricht: Justus Strelow, Teil der einzigen deutschen Biathlon-Mannschaft, die in Antholz Edelmetall holte, brach sich beim Training den Finger und fehlt beim Weltcup in Finnland. Weg ist der 29-Jährige, der mit Vanessa Voigt, Franziska Preuß und Philipp Nawrath die Mixed-Staffel auf Bronze brachte – und damit das einzige deutsche Podest bei den Winterspielen.

Die lücke, die niemand füllen will
Lucas Fratzscher, Philipp Horn, David Zobel, Leonhard Pfund und Nawrath bilden das neue Männer-Aufgebot. Bei den Frauen starten Marlene Fichtner, Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Voigt – Preuß ist nach ihrer Pause nicht mehr dabei, Anna Weidel fehlt krank. Die Frage ist nicht nur, wer Strelows Fehler ausbügelt, sondern ob das Team überhaupt noch die nötige Durchschlagskraft mitbringt.
Felix Bitterling, Sportdirektor des DSV, spricht offen: „Unser Anspruch ist ein anderer.“ Die interne Analyse läuft, die Trainerklausur steht an. Dennoch betont er, dass man „die Weltuntergangsstimmung“ nicht teile. Die Zahlen sagen etwas anderes: nur eine Medaille aus 11 Olympia-Wettbewerben, kein Einzelsieg seit Januar 2023.
Am Donnerstag um 17.05 Uhr (ZDF und Eurosport) beginnt in Kontiolahti das 15-km-Einzel der Frauen. Bis Sonntag folgen Einzel und Staffel der Männer sowie die beiden Massenstarts. Die Uhr tickt – und mit ihr der Druck, endlich wieder zu treffen.
