Sti kehrt zurück: subaru plant elektrisches performance-monster
Subaru schickt die Sti ins Zeitalter der Batterien – und das mit einem Käfer, der sich anhört wie ein flüsternder Boxer. Nach vier Jahren Stille meldet sich die Sportabteilung mit einem Elektro-Hot-Hatch zurück, der die Fangemeinde auf Drive.com jubeln lässt.
Tokio zeigte die zukunft, australien bestätigt sie
Scott Lawrence, Chef von Subaru Australia, sagt es offen: „Die Nachfrage war so laut, dass wir sie nicht ignorieren konnten.“ Gemeint sind die beiden Concept-Cars Performance-B und Performance-E, die im Oktober auf dem Tokio-Salon debütierten. Während der Benziner noch im Kölner Windkanal schlummert, hat der Elektro-Ableger grünes Licht erhalten. Kein Wunder: Innerhalb von 48 Stunden nach der Enthüllung brach die Webseite des Unternehmers unter Fan-Anfragen zusammen.
Die Daten sind noch geheim, aber wer die Levorg kennt, ahnt die Größe: 4,80 Meter Länge, 1,85 Meter Breite, dazu Lufteinlässe, die wie Kratzer durch den frischen Blechlook ziehen. Unter dem Flachboden arbeitet ein Allrad-Antrieb, der die 400-Nm-Träume der Sti-Gemeinde wahr werden lässt – nur eben ohne Turbo-Pfeifen, dafür mit dem akustischen Surren eines Bienenschwarms auf Leistungsdoping.
Warum jetzt? weil subaru sonst geschichte schreibt – als vergangenheit
Die Marken-Loyalität ist in Japan ein Religionsersatz. Als 2022 die WRx ohne Sti-Version kam, brach der Absatz in den USA um 23 % ein. Lawrence zitiert interne Studien: 78 % der Sti-Käufer schwenken zur Konkurrenz, wenn es keinen Nachfolger gibt. Die Rechnung ist einfach: Ohne Sti droht Subaru, auf Dauer nur noch Forester-Flitzer für Camping-Fans zu bauen.
Die Entwickler in Tokyo haben deshalb das Chassis der e-TNGA-Plattform um 30 % verstärkt, um die spontane Drehmoment-Wucht der E-Motoren zu zügeln. Ein Differenzial am Hinterachse verteilt die Kraft per Torque-Vectoring – das klingt nach Ingenieurslatein, bedeutet aber: Der Wagen dreht sich in Kurven wie ein Skifahrer, der die Kante perfekt trifft.
Marktstart? Spätestens 2026, vermutlich als 2027er-Modelljahr. Preis: nördlich von 60.000 Euro. Wer jetzt bestellt, steht auf einer Warteliste, die länger ist der Nürburgring. Und ja, es wird wieder einen Heckflügel geben – nur diesmal aus Carbon, nicht aus dem Aluminium der 90er.
Subaru hat verstanden: Sportlichkeit ist kein Relikt, sondern ein Tesla-Turbo für die Marke. Wer den Sti-Ruf rettet, rettet sich selbst. Die Fangemeinde jubelt, die Konkurrez zittert. Die nächste Runde beginnt – elektrisch, aber mit dem alten Kampfgeist.
