St.gallen spielt vogt-transfer durch: 2,5 millionen-deal bringt chef ins grübeln
Der FC St.Gallen muss seinen Torschützenkönig ziehen lassen – und das ausgerechnet, weil er vor zwei Jahren selbst die Fluchttür aufgestoßen hat. Die festgeschriebene Ausstiegsklausel für Alessandro Vogt in Höhe von 2,5 Millionen Franken löst bei Sportchef Roger Stilz ein Selbstgespräch aus.
Stilz räumt fehler ein: „heute würden wir anders unterschreiben“
Die Vertragskonstruktion damals war nachvollziehbar, sagt Stilz. Nur: „Die Entwicklung war frappant.“ Gemeint ist die Blitzreife des 21-jährigen Stürmers, der in dieser Saison 13 Liga-Tore erzielte und nun zu Hoffenheim wechselt. Der Klub hatte die Klausel aktiviert, St.Gellen konnte nur noch zuschauen.
Trainer Enrico Maassen schüttelt den Kopf. „Ein Jahr mehr hier hätte ihm gutgetan“, sagt er. Die Bundesliga sei schneller, rabiater. Vogt müsse noch am linken Fuss und im Kopfball arbeiten. „Aber die Anlagen sind unglaublich.“

Lausanne lacht, luzern hofft – und st.gallen zählt
Während in Lausanne der Strich-Showdown ansteht, rechnet der FC St.Gallen intern nach: 2,5 Millionen plus mögliche Boni. Ein Schnäppchen für Hoffenheim, ein Tiefschlag für die Ostschweiz. Der nächste Stürmer soll kommen, doch Vogts Kombination aus Tempo, Dribbling und kalter Durchsetzung bekommt man nicht am Fließband.
Am Freitag trainiert Vogt bereits im Kraichgau. In St.Gallen bleibt das Nachspiel: ein Lehrstück darüber, wie schnell Talente heute reifen – und wie schnell sie dann weg sind.
