Sternheimer verpasst millionen-kracher in jeju – und gewinnt trotzdem
Philip Sternheimer stand vor dem größten Cash seines Lebens, zögerte eine Sekunde zu lange – und schlitterte trotzdem in den Poker-Olymp. Beim 100.000-Dollar-Main-Event der Triton Series in Jeju scheiterte der Deutsche am letzten Gegner, kassierte aber 2,16 Millionen Euro. Ein Satz, der selbst in der High-Roller-Bubble laut knallt.

Der bluff, der alles entschied
Heads-up gegen Ben Tollerene, US-Profis mit 27 Millionen Dollar Turniergewinn, lag Sternheimer kurz vor dem Aus. Dann holte er zum Gegenangriff aus. Ein misslungener All-in auf dem River – ein klassischer Triton-Moment. Tollerene callt, Sternheimer sinkt auf seinem Stuhl zusammen. Die Trophäe wandert nach Kalifornien, das Preisgeld bleibt in Europa.
Für den 32-Jährigen ist das kein Trostpreis, sondern die Bestätigung nach drei Jahren Vollgas. Nach seinem WSOP-Armband 2024 in Las Vegas folgte ein Winter-Bahamas-Run über 1,2 Millionen. Jetzt Jeju. Und bald wieder Omaha, seine Lieblingsdisziplin. Mixed Games sind seine Welt, doch Hold'em liefert den fettesten Scheck. Ironie des Pokerhimmels.
Tom Fuchs, Mitfavorit der deutschen Community, landete auf Platz acht und nahm 400.000 Euro mit. Auch das ist keine Nebensache. Die deutsche Truppe um Sternheimer und Co. spielt sich in der Triton-Galaxis fest. Nächste Station: die Omaha-Turniere auf der Vulkaninsel. Dort will Sternheimer den Sternenhimmel endlich greifbar machen. Ohne Bluffs, dafür mit Full Houses.
