Sterling dominiert zalal – ufc fight night enttäuscht!
Las Vegas – Die UFC Fight Night im Meta APEX war ein bitterer Abend für die Fans. Eine Veranstaltung, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb und vor allem durch eine überraschende Dominanz von Aljamain Sterling in seinem Kampf gegen Youssef Zalal auffiel. Es war eine Show ohne große Highlights, ohne packende Duelle und mit nur wenigen spektakulären Finishes.
Sterling setzt zalal ein ausrufezeichen
Aljamain Sterling, ehemaliger Champion im Federgewicht, demonstrierte gegen Youssef Zalal eine beeindruckende Leistung. Der Marokkaner, der mit acht Siegen in Folge und sieben Finihes antrat, fand kaum Mittel gegen Sterlings kontrolliertes Auftreten. Vier von fünf Runden gingen klar an Sterling, der Zalal in allen Belangen übertraf. Besonders seine Grappling-Fähigkeiten waren überwältigend; er konnte den Hinterkopf-Heckkampf mehrfach erzwingen und zeigte damit, dass er in dieser Disziplin auf einem ganz anderen Level spielt. Zalal, dessen bisheriger Karriereverlauf von schnellen Siegen und spektakulären Submissionen geprägt war, musste sich eingestehen, dass er gegen Sterlings Kampfstil kaum eine Chance hatte. Es war ein Lehrstück darüber, wie entscheidend es ist, auch im Standkampf und in der Ringen eine gewisse Klasse mitbringen.
Die Niederlage stellt für Zalal einen Rückschlag dar, nachdem er zuletzt so selbstbewusst in die UFC-Ring gestiegen war. Er muss nun analysieren, wo seine Schwächen liegen und wie er diese ausgleichen kann, wenn er wieder an die Spitze der Federgewicht-Division aufsteigen will. Sterling hingegen untermauert seinen Anspruch auf eine erneute Titelchance. Nach Siegen gegen Kalvin Cattar, Brian Ortega und nun Youssef Zalal ist klar, dass er zu den Top-Kämpfern im Federgewicht gehört und ein ernstzunehmender Herausforderer für den Titel ist. Seine Fähigkeiten im Grappling machen ihn zu einem unangenehmen Gegner für jeden, selbst für den starken Ringer Movsar Evloev.

Edwards triumphiert und eröffnet titelrennen im bantamgewicht
Ein weiterer Lichtblick des Abends war Joselyne Edwards, die Norma Dumont mit einer deutlichen einstimmigen Entscheidung besiegte. Edwards’ Sieg katapultiert sie ins Rampenlicht des Bantamgewicht-Frauen-Divisions und bringt sie ihrem Traum von einem Titelkampf einen Schritt näher. Mit fünf Siegen in Folge hat sie sich eindrucksvoll bewiesen und ist nun eine ernstzunehmende Herausforderin für die Siegerin des bevorstehenden Duells zwischen Amanda Nunes und Kayla Harrison. Die „Panameerin“ zeigte eine beeindruckende Leistung und demonstrierte, dass sie bereit ist, um die Spitze zu kämpfen.

Veteranen zeigen ihr können – spann mit spektakulärem k.o.
Neben den Top-Duellen konnten sich auch erfahrene UFC-Veteranen wie Davey Grant und Raoni Barcelos gegen Juan Adrian Martinetti und Montel Jackson durchsetzen. Doch der absolute Höhepunkt des Abends war der Knockout von Ryan Spann gegen Marcus Buchecha. Spann schickte den Jiu-Jitsu-Spezialisten mit einem präzisen rechten Aufwärtshaken in die K.O.-Schlappe. Buchecha, der bisher in der UFC keine Chance hatte, musste erneut feststellen, dass das Standkampfspiel eine entscheidende Komponente im MMA ist.
Die Vorfreude auf die nächste UFC-Veranstaltung in Perth, wo Jack Della Maddalena und Carlos Prates aufeinandertreffen, ist groß. Es wird ein Kampf der Gegensätze, denn Maddalena ist ein aufstrebender Star, während Prates ein erfahrener Striker ist, der bereits gegen Leon Edwards kämpfte.
