Steinbach explodiert: nba-draft-chancen steigen rasant!

Chicago brodelt! Der deutsche Basketball-Nachwuchs hat beim Draft Combine für Furore gesorgt – und allen voran Hannes Steinbach hat die NBA-Manager aus dem Häuschen gebracht. Der Würzburger Center, der kurz vor dem Draft einen Millionen-Vertrag in der NCAA abgelehnt hatte, präsentierte sich in Chicago in einer Form, die selbst eingefleischte Experten überraschte.

Ein wachstumsschub, der türen öffnet

Steinbach, der bisher als zu klein für die NBA galt, hat nicht nur an Muskelmasse zugelegt – 8,6 Kilo, um genau zu sein – sondern auch eine beachtliche Portion an Größe gewonnen. Wo er in Würzburg noch mit 2,04 Metern gemessen wurde, sprang der Messwert in Chicago auf knapp 2,09 Meter heraus. Ein Unterschied, der im amerikanischen Basketball-Business, wo Spieler häufig mit Schuhen gemessen werden, eine enorme Rolle spielt. Die Zweifel an seiner Eignung für die stärkste Liga der Welt sind damit weitestgehend ausgeräumt.

Seine körperliche Transformation ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass sein Vater, Burkhard Steinbach, einst selbst mit Dirk Nowitzki in Würzburg spielte und mit seinen 2,12 Metern den Spitznamen „der Koloss von Moos“ trug. Ob Hannes Steinbach in seinen Fußstapfen treten wird, bleibt abzuwarten, aber die genetische Veranlagung scheint definitiv zu stimmen.

Anderson brilliert mit technik

Anderson brilliert mit technik

Auch Christian Anderson, der als Aufbauspieler von Texas Tech gilt, sorgte in Chicago für Aufsehen. Während Steinbach mit seiner physischen Präsenz beeindruckte, überzeugte Anderson mit seiner außergewöhnlichen Technik. Trotz einer anfänglichen Größenreduktion von 1,91 Metern auf 1,86 Meter – ein Detail, das für Verwirrung sorgte – präsentierte er sich als wahrer Allrounder. Seine Trefferquote von 90 Prozent beim „Werfen aus dem Dribbling“ ließ kaum Wünsche offen und katapultierte ihn in die Top 5 gleich mehrerer anderer Tests.

Die Experten hatten Anderson vorab kurz hinter Steinbach in ihren „Mock Drafts“ gesehen. Doch seine Leistungen in Chicago könnten seinen Standing weiter verbessern und ihn in die Nähe der ersten Runde katapultieren. Der Sprung in die NBA rückt für beide Deutschen näher denn je.

Die Entscheidung, ob und wann Steinbach und Anderson tatsächlich von einem NBA-Team ausgewählt werden, liegt nun bei den 30 Klub-Bossen, die sich am 23. und 24. Juni im Barclays Center in Brooklyn treffen. Eines ist jedoch klar: Die deutschen Talente haben in Chicago gezeigt, dass sie bereit für den großen Sprung sind.