Steelers schlagen zweimal zu: pittman folgt auf metcalf

Die Pittsburgh Steelers haben binnen zwölf Monaten ihre Receiver-Room von einer Notlösung in eine Waffe verwandelt. Nach DK Metcalf holen sie nun Michael Pittman Jr. aus Indianapolis – und schicken den Colts dafür nur einen später Draft-Pick.

Was wie ein Schnäppchen aussieht, ist im Front-Office-Kalkül ein klarer Plan: Pittman unterschreibt für drei Jahre und 59 Millionen Dollar, wird sofort zur Nummer zwei hinter Metcalf und gibt Kenny Pickett eine 1,96-m-Zielscheibe, die selbst in Triple-Coverage noch den Ball herunterzieht.

Warum die colts ohne kreischen ziehen

Indianapolis hatte keine Wahl. Nachdem Alec Pierce für 116 Millionen Dollar langfristig gebunden wurde, explodierte die Gehaltsstruktur. Pittmans Vertrag hätte die Salary-Cap-Sitze der Colts 2026 in Schutt legen können – 24 Millionen Dollar Cap-Space befreit der Trade sofort. Die Fans weinen nicht: Pierce ist jünger, schneller und soll die neue Tiefbedrohung werden.

Pittman selbst liefert Zahlen, die man nicht schönreden muss. 80 Catches, 784 Yards, sieben Touchdowns 2025 – und das mit einem Quarterback, der drei Viertel der Saison mit gebrochenen Rippen spielte. Seine YAC-Stärke auf Drag- und Slant-Routen passt wie Handschuh auf die Steelers-Offense, die letzte Saison 62 Prozent ihrer Third-Down-Würfe vor der Chains warf.

Pittsburghs neue luftflotte kann starten

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Offensive Coordinator Arthur Smith kann jetzt aus dem Vollen schöpfen: Metcalf zieht die Deep-Coverage, Pittman arbeitet die Zwischenräume, George Pickens ergänzt als X-Faktor außen. Die Steelers haben 2026 erstmals seit Jahren wieder eine legitime Dreier-Receiver-Formation – und müssen nicht mehr mit Running Back-Heavy-Sets tricksen.

Die Message an den Rest der AFC North ist eindeutig: Baltimore und Cleveland mögen ihre Secondary aufrüsten – Pittsburgh bringt einfach mehr Körper. Und Pittman bringt noch etwas mit, das in den letzten Jahren rar war: Er verpasste in 95 Spielen nur fünf – eine Verfügbarkeit, die in der Steel City seit Antonio Brown nicht mehr gesehen wurde.

Die Colts hingegen blicken nach vorn. Pierce bekommt 29 Millionen garantiert, kann sich in der neuen Rolle als Alpha-Receiver beweisen. Die Franchise, die jahrelang zwischen „Contend“ und „Rebuild“ schwankte, trifft endlich eine klare Richtungsentscheidung. Das Ergebnis: ein Pick-Swap, zwei zufriedene Teams – und ein Receiver, der in Pittsburgh endlich zeigen darf, dass er mehr ist als ein solider Besitz-Empfänger.