Stautz verlässt stuttgart mit meister-ambitionen

Antonia Stautz tritt ab. Nach zwei Jahren beim haushohen Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart kündigte die Außenangreiferin ihren Abschied zum Saisonende an – und will sich mit der Meisterschaft verabschieden.

Die 32-jährige Kapitänin sucht laut Verein „eine neue Herausforderung“. Über ihr nächstes Ziel schweigen beide Seiten. Dafür spricht die Bilanz: 19 von 20 Spielen gewonnen, nur acht Sätze abgegeben – Rekordstärke in der Volleyball Bundesliga.

Bitter: „nationalspielerin erst spät entdeckt“

Bitter: „nationalspielerin erst spät entdeckt“

Trainer Konstantin Bitter lobt die Entwicklung seiner Abgängerin: „Antonia ist lange unter dem Radar geflogen, erst mit 29 schaffte sie den Sprung ins Nationalteam. In dieser Saison hat sie den entscheidenden Schritt zur Stammspielerin gemacht.“ Der Sprung von der Bank ins Rampenlicht – und direkt in die Titelfavoritenrolle.

Doch der Pokal ist bereits weg. Das DVV-Pokal-Finale verloren die Stuttgarterinnen Ende Februar knapp. Nun steht das Play-off-Viertelfinale an, am Sonntag gegen ihren Ex-Klub Schwarz-Weiß Erfurt (16.00 Uhr/Dyn). Für Stautz ein Finale vor dem Finale.

„Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als gemeinsam die Meisterschaft nach Stuttgart zu holen“, sagt sie. Die Fans feiern das wie einen Schwur: Letzter Heimspieltag, letzte Chance, letzter Sieg. Die Saison ist fast perfekt – nur der Abschied fehlt noch auf dem Podest.

Die Tabelle spricht für sie. Die Uhr tickt gegen sie. Und Stuttgart will Geschichte schreiben – mit oder ohne Stautz in der neuen Saison.