Staatsanwaltschaft stoppt ermittlungen gegen karajica-brüder

Nach acht Monaten Razzien, Aktenwälzen und anonymen Briefen ist nichts geblieben. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat ihre Ermittlungen gegen Zeljko Karajica und dessen Bruder Tomislav eingestellt. Der Vorwurf: Untreue, Betrug, betrügerische Kreditaufnahme, verschwundene Sponsorengelder. Das Ergebnis: nicht einmal eine Anklage.

Der konkurs kam trotzdem

Der konkurs kam trotzdem

Die Nachricht trifft Austria Klagenfurt in der Abstiegszone. Seit Februar läuft das Konkursverfahren, zum Saisonende fliegt der Traditionsklub aus der 2. Liga. Die Ermittler hatten gehofft, im Finanzchaos des Vereins eine Straftat zu entdecken, die den Kollos hätte erklären können. Doch selbst die wilden Theorien über veruntreute Sponsorengelder und dubiose Kredite zerplatzten wie Luftschlösser.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag auf APA-Anfrage die Einstellung. Die anonymen Briefe, die im Herbst 2023 ein Feuer entfacht hatten, erwiesen sich als zahnlos. Kein Beweis, keine Beweiskette, kein Fall. Für Zeljko Karajica bedeutet das: Er darf wieder offiziell als Geschäftsführer auftreten, während der Verein, den er führte, demnächst in der Regionalliga landet.

Die Austria-Fans sind gespalten. Die einen feiern die Einstellung als Freispruch für ihren langjährigen Manager. Die anderen fragen sich, wer dann für den finanziellen Ruhenstand verantwortlich ist, wenn nicht die verdächtigen Brüder. Die Antwort liefert die Statistik: In den letzten fünf Jahren sank die Mitgliederzahl von 1.800 auf unter 600. Die Einnahmen brachen ein, die Schulden wuchsen – und niemand schaltete rechtzeitig den Notstopp.

Für die Karajicas ist der Fall erledigt. Für Austria Klagenfurt beginnt der Abstieg gerade erst.