St. pauli verspielt chance im abstiegskampf – druck steigt!

Hamburg hat im Duell gegen Union Berlin wertvolle Punkte liegen gelassen und sich damit im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga selbst in eine noch schwierigere Lage gebracht. Ein Führungstreffer wurde verschenkt, die Abstiegssorgen bleiben akut – ein Teufelskreis, aus dem sich die Mannschaft von Alexander Blessin nur schwer befreien kann.

Verteidigung offenbart schwächen, angriff harmlos

Verteidigung offenbart schwächen, angriff harmlos

Die Partie in der Alten Försterei verlief für die Kiezkicker alles andere als nach Plan. Zwar ging St. Pauli durch einen sehenswerten Freistoß von Mathias Pereira Lage in Führung (25.), doch die Abwehr offenbarte immer wieder Schwächen und ließ Union zu gefährlichen Angriffen kommen. Der Ausgleich durch Andrej Ilic (52.) war letztlich folgerichtig. Die Fans beider Mannschaften protestierten mit Bannern gegen die Rahmenbedingungen der Stadionsicherheit – ein Zeichen der Unzufriedenheit, die sich auch auf dem Platz widerspiegelte.

Besonders bitter für St. Pauli ist die Gelb-Rote Karte für Kapitän Jackson Irvine in der Nachspielzeit (90.+3). Der Routinier wird das kommende Spiel gegen den FC Bayern verpassen – ein herber Verlust für eine Mannschaft, die ohnehin mit dem Rücken zur Wand steht. Der Abstand zum rettenden Ufer ist weiterhin denkbar knapp, nur vier Punkte trennen die Hamburger vom VfL Wolfsburg. Union Berlin kann sich mit dem Punktgewinn zwar etwas Luft verschaffen, der Abstand zu St. Pauli beträgt lediglich sieben Zähler – der Kampf um die Europa League ist damit noch lange nicht entschieden.

Trainer Steffen Baumgart griff personell tief in die Startelf im Vergleich zum deutlichen 0:4 gegen Bayern München und präsentierte eine neue Formation. Blessin musste hingegen auf den verletzten Abwehrchef Eric Smith verzichten, der sich im Nationalmannschaftsspiel gegen Schweden verletzt hatte. Die Personalsituation trug zweifelsohne zu den Problemen in der Defensive bei, doch auch im Angriff wirkte sich St. Pauli zu harmlos. Die wenigen Torgelegenheiten wurden nicht konsequent genutzt, was letztlich die Niederlage besiegelte.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vier Spiele ohne Sieg, ein Punkt aus den letzten drei Partien – St. Pauli muss sich jetzt unbedingt steigern, wenn der Klassenerhalt noch realistisch sein soll. Die kommenden Aufgaben gegen Bayern und Borussia Dortmund werden richtungsweisend sein. Die Fans können nur hoffen, dass die Mannschaft die nötige Kraft und Entschlossenheit findet, um den Abstiegskampf zu meistern.