Zverevs weg frei: fritz scheidet bei french open überraschend aus

Paris – Alexander Zverev kann vorzeitig durchatmen: Taylor Fritz, einer seiner größten Angstgegner, ist bereits in der ersten Runde der French Open ausgeschieden. Das US-Duell endete in einem dramatischen Match mit 6:7 (5:7), 6:7 (5:7), 7:6 (11:9), 1:6 zugunsten von Wildcard-Inhaber Nishesh Basavareddy. Ein unerwarteter Dämpfer für Fritz, der in Roland-Garros nun schon zum zweiten Mal in Folge früh scheitert.

Fritz

Fritz' formkurve: patellaspitzensyndrom und sandplatzprobleme

Die Niederlage kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für den US-Amerikaner. Fritz hatte seit Mitte März bis Mitte Mai aufgrund eines Patellaspitzensyndroms pausieren müssen und galt in Paris keineswegs als Mitfavorit. Zudem ist Sand traditionell nicht sein bester Belag – eine Tatsache, die sich auch in seiner Bilanz widerspiegelt. Seine Gesamtbilanz in dieser Saison ist durchwachsen, mit zwölf Siegen bei zehn Niederlagen. Der Rückschlag in der Weltrangliste ist bereits deutlich spürbar: Fritz rutschte von Rang vier auf neun ab.

Was bedeutet das für Zverev? Durch Fritz' Ausscheiden öffnet sich das Tableau für den Deutschen erheblich. Sollten die höher platzierten Spieler ihren Weg freimachen, könnte Zverev im Viertelfinale auf den Tschechen Jiri Lehecka treffen, der aktuell auf Platz 12 der Weltrangliste geführt wird. Ein deutlich leichteres Los als das, was ihn bei Fritz' Teilnahme erwartet hätte.

Auch die Absage des Franzosen Arthur Fils, der kurz vor dem Turnierbeginn eine Hüftverletzung erlitt, kommt Zverev zugute. Der junge Fils wurde von Eurosport-Experte Mats Wilander zuvor als „Geheimfavorit“ gehandelt. Es bleibt abzuwarten, ob Zverev diese Chance nutzen kann, um seinen ersten Grand-Slam-Triumph einzufahren. Der Weg ins Finale führt ihm wohl nur über den dominanten Jannik Sinner, doch dieser steht ihm erst im Endspiel im Weg.

Zverevs bisheriger Weg in Paris sieht wie folgt aus: 1. Runde gegen Benjamin Bonzi (6:3, 6:4, 6:2), 2. Runde gegen Tomás Macháč, 3. Runde gegen Ugo Humbert (#32), Achtelfinale gegen Karen Khachanov (#13), Viertelfinale gegen Jiri Lehecka (#12), Halbfinale gegen Novak Djokovic (#3), Finale gegen Jannik Sinner (#1). Die kommenden Tage werden zeigen, ob er diesen Plan auch umsetzen kann.

Die French Open 2026 werden live im Stream bei HBO Max übertragen. Es bleibt spannend, ob Zverev endlich den ersehnten Titel holen kann.