Zverevs sinner-fluch hält an: deutscher verpasst indian-wells-finale

Alexander Zverev patzt wieder gegen Jannik Sinner. Beim Masters in Indian Wells verliert er im Halbfinale glatt mit 2:6, 4:6 und verpasst damit nicht nur das Endspiel, sondern verlängert auch eine historische Negativserie.

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Sechs Mal trafen die beiden seit 2023 aufeinander, sechs Mal gewann der Italiener. Das 6:2, 6:4 im kalifornischen Wüstenwind war keine Frage von Talent, sondern von Mentalität. Sinner spielte die Punkte, die zählten. Zverev spielte die, die ihm Sorgen bereiteten.

Der erste Satz war nach 31 Minuten gelaufen. Im zweiten Durchgang hatte Zverev eine Break-Chance, doch Sinner wehrte ab und schlug sofort zurück. Die Statistik: Zverev gewann nur 38 % der Punkte auf Sinner erstem Aufschlag – ein Wert, der selbst bei einem Challenger-Turnier nicht für Sieg reicht.

Neuer eintrag, altes problem

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Mit dem Halbfinaleinzug schrieb Zverev trotzdem Tennisgeschichte. Er ist nun der fünfte Spieler überhaupt, der bei allen neun Masters-1000-Turnieren mindestens einmal unter den besten Vier stand. Vor ihm schafften das nur die Big Four: Djokovic, Nadal, Federer, Murray. Ein Trostpreis, der nach dem Spiel bitter schmeckt.

Im zweiten Halbfinale trifft Carlos Alcaraz auf Daniil Medwedew. Das Preisgeld für den Sieger: umgerechnet 8,1 Millionen Euro. Zverevs Anteil: deutlich weniger – und der Geschmack einer Niederlage, die sich wie ein Déjà-vu anfühlt.

Die Frage ist nicht mehr, ob Zverev Sinner irgendwann schlagen kann. Die Frage ist: Wie lange noch?