Zverevs ernennung: sinner-fluch und rückenprobleme vor french open
Paris fiebert den French Open entgegen, doch für Alexander Zverev steht viel auf dem Spiel. Nach einer eindrucksvollen Dominanz von Jannik Sinner in den letzten Wochen und einer beunruhigenden Serie von neun verlorenen Duellen stellt sich die Frage: Kann der gebürtige Hamburger den Italiener endlich bezwingen?
Zverevs selbstkritik: „besser spielen, das wäre hilfreich“
Die Antwort des Deutschen auf die drängende Frage, wie man Sinner in seiner aktuellen Form schlagen könne, war überraschend pragmatisch, wenn auch mit einem Augenzwinkern versehen. „Besser spielen, das wäre hilfreich“, konstatierte Zverev auf der Pressekonferenz. Eine ehrliche Einschätzung angesichts der deutlichen Niederlagen in Madrid und Monte-Carlo, wo Sinner ihn förmlich deklassierte. Die 1:6, 2:6 Pleite im Finale von Madrid ist dabei ein schmerzlicher Beweis für die aktuelle Überlegenheit des Weltranglistenführers.
Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Sinner führt 10:4 im direkten Vergleich. Doch Zverev betont, dass die Verantwortung für die Niederlagen primär bei ihm selbst liegt. „Das waren klare Matches, aber die waren auch sehr klar, weil ich schlecht gespielt habe“, so der 29-Jährige. Ein Faktor, der die Situation zusätzlich erschwert, sind seine hartnäckigen Rückenprobleme, die ihn seit Ende April plagen.

Die miami-hoffnung und der blick nach paris
Ein Lichtblick gab es im März in Miami, als Zverev Sinner in einem hochklassigen Halbfinale bis an die Wand spielte. Mit 6:3, 7:6 (7:4) verpasste er die Chance knapp. „Ich fand, dass wir dort ein sehr gutes Match gespielt haben“, erinnerte sich Zverev. „Das Ziel sollte sein, das eigene Potenzial zu zeigen. Wenn der Gegner besser ist, dann ist er besser. Aber du solltest dich an erster Stelle auf dich selbst konzentrieren.“
Mit dem Ausfall von Carlos Alcaraz rückt Zverev in der Setzliste auf den zweiten Platz vor. Ein frühes Finale gegen Sinner in Paris ist demnach durchaus möglich – eine Chance, die er nutzen will, um endlich die Serie zu beenden. Die Behandlung bei Müller-Wohlfahrt scheint Wirkung gezeigt zu haben: „Ich fühle mich fantastisch“, verriet Zverev.
Die French Open werden zeigen, ob Zverev seine Rückenschmerzen in den Griff bekommt und seine Formkurve wieder ansteigt. Denn eines ist klar: Gegen den aktuell dominanten Jannik Sinner ist nur die beste Leistung gefragt. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass selbst ein Top-Spieler wie Zverev gegen Sinner an seine Grenzen stoßen kann. Ob er sich aus diesem Schatten befreien kann, bleibt abzuwarten.
