Zverev tosa nach rom-debakel: "schlechtester platz, den ich je gesehen habe!"

Rom – Alexander Zverev hat nach seinem überraschenden Ausscheiden im Achtelfinale des ATP-Masters in Rom gegen Luciano Darderi eine beispiellose Tirade gegen die Platzbedingungen in der BNP Paribas Arena losgelassen. Der Hamburger, der vier Matchbälle im zweiten Satz vergeben hatte, sprach von einem Zustand, den er in seiner Karriere noch nie erlebt habe – und das auf allen Ebenen des Tennis.

Ein platz, der den profi zur weißglut treibt

Die Niederlage gegen den Italiener Darderi, die mit 6:1, 6:7 (10:12), 0:6 endete, wirkte sich sichtlich auf Zverevs Gemütslage aus. Seine Worte, die er nach der Partie fand, waren scharf und unmissverständlich: "Um ehrlich zu sein: Das ist der schlechteste Platz, auf dem ich je gespielt habe. Junioren, Profis, Future, Training – ich habe noch nie auf einem Platz gespielt, dessen Zustand so schlecht ist." Die Verärgerung des Weltranglistendritten schien tief zu sitzen, verstärkt durch die Tatsache, dass er bereits im vergangenen Jahr in Rom Kritik an den Bedingungen geäußert hatte.

Zverev klagte nicht nur über den weichen und langsamen Untergrund des zweiten Hauptplatzes, der ihm im Vergleich zum Campo Centrale weniger entgegenkommt, sondern auch über den Wind und die unberechenbaren Ballabprallen. Besonders in der entscheidenden Phase des zweiten Satzes, als er die Führung hatte und mehrere Matchbälle vergab, seien die Bedingungen unspielbar gewesen. "Es war schwierig zu spielen. Ich habe einen Matchball und der Ball springt mir über den Kopf hinweg. Ich habe einen Breakball und der Ball bleibt fast liegen," erklärte der frustrierte Tennisprofi.

Krankheit und müdigkeit als zusätzliche belastung

Krankheit und müdigkeit als zusätzliche belastung

Neben den Platzbedingungen räumte Zverev ein, dass er auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Bereits nach seinem Auftaktmatch gegen Daniel Altmaier hatte er von einer Erkrankung berichtet, die ihm nach dem Finale von Madrid zugesetzt hatte. Ob die Krankheit oder die hohe Spielbelastung die Ursache für sein schwaches Abschneiden im dritten Satz war, blieb offen. Zverev selbst sprach von Müdigkeit und räumte ein, dass er das Match in zwei Sätzen hätte gewinnen müssen.

Doch die Kritik am Zustand der Tennisplätze auf der Tour ist nichts Neues für den gebürtigen Hamburg. Schon in Shanghai im vergangenen Oktober äußerte er sich ähnlich kritisch und vermutete, dass die Turnierdirektoren die Bedingungen bewusst so gestalten würden, "dass Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bei jedem Turnier gut abschneiden können". Es bleibt abzuwarten, ob die ATP auf Zverevs erneute Beschwerde reagiert und die Bedingungen in Rom zukünftig verbessert.