Zverev pflastert sich den weg ins halbfinale – jodar keine brechstange!

Paris bebte gestern Abend förmlich aus, als Alexander Zverev sich nach einer kämpferischen Partie gegen Rafael Jodar das Ticket für das Halbfinale der French Open sicherte. Ein Match, das zunächst zäh startete, endete schließlich in einer deutlichen Demonstration deutscher Tennisstärke.

Ein erster satz voller nerven

Ein erster satz voller nerven

Die Anfangsphase ließ keine Zweifel: Jodar war nicht gekommen, um die Wand zu spielen. Mit aggressivem Aufschlagspiel und präzisen Ballwechseln hielt er Zverev lange Zeit auf Distanz. Der Deutsche wirkte verunsichert, fand keinen Rhythmus und verlor den ersten Satz im Tie-Break. Ein Weckruf, wie es schien.

Doch dann schlug Zverev zu. Der Spanier, der im ersten Satz noch so selbstsicher agierte, verfiel plötzlich Fehlern. Zverev nutzte dies geschickt aus, breakte und übernahm die Kontrolle über das Spiel. Die folgenden Sätze waren einseitig. Zverev dominierte mit präzisen Vorhandbällen und einem unaufhaltsamen Aufschlag.

Die Zuschauer sahen ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Jodar zeigte zwar Kampfgeist, doch gegen die schier unaufhaltsame Kraft und mentale Stärke von Zverev war er machtlos. Die Partie endete mit einem klaren 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 für den Deutschen.

Die Bilanz bei Tie-Breaks untermauert eindrucksvoll Zverevs mentale Stärke: 26 Siege aus 28 Tie-Breaks bei den French Open sprechen für sich. Er weiß, wie man in entscheidenden Momenten bestehen muss.

„Ich war im ersten Satz zu defensiv, Rafael hat hervorragend gespielt“, sagte Zverev nach dem Spiel. „Dann wurde er etwas nervös und ich habe meine Chancen genutzt. Jetzt habe ich zwei freie Tage, in denen ich den Rhythmus beibehalten werde.“

Die Frage, die nun im Raum steht: Kann Zverev die French Open tatsächlich gewinnen? Nach dem Ausscheiden der Top-Favoriten ist er der Mann, der am weitesten vorangekommen ist. Die Chance ist da – und er scheint bereit, sie zu ergreifen.