Zverev packt aus: „stressigste woche meines lebens“ auf dem weg zum grand slam!
Hamburg – Alexander Zverev hat nach seinem Triumph bei den French Open eine überraschende Offenbarung gemacht: Der Weg zum ersten Grand-Slam-Titel war alles andere als ein Spaziergang. Der 29-Jährige sprach offen über den enormen Druck, der ihn in den vergangenen Wochen belastet hat – und offenbarte, dass er sich selbst anlog. Ein Geständnis, das die Tenniswelt überraschte.

Die überraschenden ausfälle und zverev's neue rolle
Die frühen Niederlagen von Jannik Sinner, der in der zweiten Runde gegen Juan Manuel Cerúndolo überraschend verlor, und des Rekord-Grand-Slam-Siegers Novak Djokovic, der dem brasilianischen Teenager Joao Fonseca unterlag, katapultierten Zverev unerwartet in die Rolle des haushohen Favoriten. „Ich wusste plötzlich, dass ich bei diesem Turnier ein haushoher Favorit bin – was ich noch nie bei einem Grand Slam war“, erklärte Zverev im Interview mit Sky. Die Situation war für den Hamburger alles andere als einfach.
„Es war, glaube ich, die stressigste Woche, die ich in meinem Leben je gehabt habe“, gestand der Hamburger. Er offenbarte, dass er sich selbst etwas vormachte, die Chance auf den Titel bewusst größer einschätzte, als sie vielleicht war. „Wenn ich mein Niveau aus den vergangenen Monaten abrufen würde, könne und müsse ich dieses Turnier gewinnen“, so Zverev. Doch innerlich kämpfte er mit enormer Anspannung. „Ich habe es mir selber eingeredet. Jetzt kann ich darüber auch ehrlich sein. Ich habe mich selber angelogen, für meinen eigenen guten Zweck“, erklärte er ehrlich.
Die schlaflosen Nächte Nachdem Sinner ausgeschieden war, verbrachte Zverev eine Nacht ohne Schlaf. Selbst nach einer anfänglichen Phase der Ruhe vor seinem Drittrundenmatch gegen Quentin Halys, schlug das nächste Erdbeben ein: Djokovic's Niederlage. Auch im Finale gegen Flavio Cobolli war er „sehr nervös“, wie er zugab. Aber er ließ sich nicht beirren, sondern konzentrierte sich auf sein Ziel.
Zverev's Ehrlichkeit zeigt, dass selbst die größten Stars mit Selbstzweifeln und Druck zu kämpfen haben. Sein Triumph in Paris ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Beweis für seine mentale Stärke. Die Tenniswelt wird gespannt beobachten, wie er sich den Herausforderungen der kommenden Saison stellt – und ob er seine Ehrlichkeit beibehalten wird.
