Zverev marschiert ins viertelfinale – jódar zum duell!

Hamburgs Alexander Zverev hat sich mit einer beeindruckenden Leistung beim French Open 2026 das Viertelfinale gesichert. Nach einem holprigen Start fand der Weltranglisten-Zweite gegen den überraschend ins Hauptfeld gerutschten Niederländer Jesper de Jong seinen Rhythmus und ließ ihm im Endeffekt keine Chance.

Ein kampf gegen nervosität und ein überraschend starker gegner

Das Match gegen de Jong, ein Lucky Loser aus der Qualifikation, verlief alles andere als einseitig. Der Niederländer diktierte in der Anfangsphase das Spiel, während Zverev mit seinem eigenen Spiel zu kämpfen schien. „Am Anfang war es schwierig. Ich habe nicht gut angefangen, er dagegen schon. Aber nachdem ich meinen Rhythmus gefunden hatte, habe ich mich auf dem Platz wohl gefühlt“, erklärte Zverev nach dem Spiel.

Besonders die Vorhand des Deutschen bereitete ihm Kopfzerbrechen. Eurosport-Experte Boris Becker analysierte: „Das ist die Vorhand, wie wir sie nicht mehr sehen wollen und über die wir dachten, dass er sie abgehakt hat in diesem Jahr.“ Doch Zverev bewies seine mentale Stärke, fand zurück ins Spiel und dominierte schließlich Satz für Satz.

Der Tiebreak im ersten Satz war ein entscheidender Moment. Zverev lag zunächst mit 0:3 zurück, zeigte dann aber eine beeindruckende Reaktion und sicherte sich die Satzführung mit sieben Punkten in Folge. „Sascha ist ruhig geblieben, auch wenn er allen Grund gehabt hätte, die Nerven zu verlieren“, lobte Becker seine Coolness. De Jong hingegen wirkte zunehmend hektisch.

Zverev findet seinen rhythmus – jódar die nächste hürde

Zverev findet seinen rhythmus – jódar die nächste hürde

Im zweiten Satz fand Zverev dann besser in sein Spiel hinein. Seine Schläge waren klarer, der Aufschlag druckvoller. „Sascha hat mir im zweiten Satz gut gefallen. Die Schläge sind klarer, der Aufschlag kommt besser. Er hat sich über den Kampf ins Match gebracht und zeigt jetzt gutes Tennis“, so Becker.

Der Sieg gegen de Jong war letztlich deutlich mit 7:6 (7:3), 6:4, 6:1. Nun erwartet Zverev im Viertelfinale das spanische Supertalent Rafael Jódar, der sich ebenfalls in fünf Sätzen gegen Pablo Carreño Busta durchgesetzt hat. Das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden Spielern könnte ein spannender Höhepunkt werden. Die Partie wird live im Stream bei HBO Max übertragen.

Die French Open 2026 liefern weiterhin Überraschungen, doch Zverev scheint sich in bestechender Form zu befinden und ist auf dem besten Weg, endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Die Frage, ob er seine Konstanz gegen den jungen Jódar aufrechterhalten kann, wird am Dienstag beantwortet.