Zverev kämpft sich in monte carlo durch: garín-thriller!
Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo einen denkbar knappen Sieg gegen Cristian garín erarbeitet. Der Weltranglisten-Dritte präsentierte sich alles andere als souverän und musste sich in einem dramatischen Match bis zum Schluss wehren, um den Einzug in die nächste Runde zu sichern.
Ein holpriger start und die geister der vergangenheit
Die Partie begann für Zverev alles andere als ideal. garín, der bereits 2015 im Junioren-Finale gegen den Deutschen die Oberhand behielt, zeigte von Beginn an eine beeindruckende Form und sicherte sich den ersten Satz deutlich mit 6:4. Im zweiten Durchgang schien Zverev kurz vor dem Aus zu stehen, als er beim Stand von 4:0 und später 5:2 das Nachsehen zu haben drohte. Doch der erfahrene Hamburger kämpfte sich zurück ins Spiel und glich aus.
„Ich habe heute einfach nicht meinen Rhythmus gefunden“, gab Zverev nach dem Match zu. „Es war mein erstes Sandplatzmatch seit elf Monaten, und ich hatte nach Miami nicht viel Zeit, mich darauf vorzubereiten.“ Die 47 unvorzogenen Fehler, die er im Laufe des Spiels produzierte, unterstreichen seine angespannte Situation.

Bergs und machac im visier
Der Entscheidungssatz war von nervöser Spannung geprägt. garín hatte mehrfach die Chance, den Tie-Break zu erzwingen, doch Zverev hielt in der entscheidenden Phase die Nerven und verwandelte schließlich seinen dritten Matchball. Nun trifft er auf den Belgier Zizou Bergs, der überraschend den hoch gehandelten Andrey Rublev mit 6:4 und 6:1 ausgeschaltet hat.
Auch im weiteren Verlauf des Turniers gibt es interessante Entwicklungen. Der Tscheche Tomas Machac demonstrierte seine Klasse und besiegte den Argentinier Francisco Cerúndolo in zwei Sätzen mit 7:6(2) und 6:3. Er wird im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale auf Jannik Sinner treffen, gegen den er bisher dreimal verloren hat – stets auf Hartplatz.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem jungen Joao Fonseca, der als jüngster Spieler seit Rafael Nadal und Richard Gasquet im Jahr 2005 das Achtelfinale erreichte. Sein Sieg über Arthur Rinderknech mit 7:5, 4:6 und 6:3 unterstreicht sein enormes Potenzial. Als nächstes steht ihm die Begegnung mit Matteo Berrettini bevor, der Daniil Medvedev mit einer deutlichen 6:0, 6:0-Niederlage überraschte – ein deutliches Zeichen seiner Formstärke.
Jiri Lehecka setzte sich ebenfalls durch, nachdem er einen holprigen Start gegen Alejandro Tabilo überwunden hatte (4:6, 7:6(4), 6:3). Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale trifft er auf Alexander Bublik. Die Partie verspricht ein spannendes Duell zwischen zwei talentierten Spielern zu werden.
Die ersten Tage des Monte-Carlo Masters haben bereits für einige Überraschungen gesorgt und zeigen, dass die Konkurrenz auf Sandplatz in diesem Jahr besonders hoch ist. Die Zuschauer dürfen sich auf weitere packende Duelle und dramatische Momente freuen.
