Zverev kämpft sich glanzlos durch – wimbledon-traum gefährdet?
Alexander Zverev hat sich bei Wimbledon in die zweite Runde gerettet, aber der Sieg gegen Alexander Blockx war alles andere als ein Selbstläufer. Drei Stunden umkämpfter Tennis, zahlreiche Fehler und ein insgesamt unglücklicher Auftritt lassen Fragen aufkommen: Ist der French-Open-Sieger wirklich bereit für den Rasenkampf?
Ein kraftakt am ersten turniertag
Die Sonne brannte, die Atmosphäre auf dem Centre Court war elektrisierend – und Alexander Zverev wirkte alles andere als entspannt. Gegen den jungen Belgier Alexander Blockx, der mit großem Selbstvertrauen angetreten war, musste der Hamburger kämpfen wie schon lange nicht mehr. Das Spiel begann vielversprechend, Zverev schien die Partie im Griff zu haben, doch Blockx ließ sich nicht entmutigen und konterte mit aggressivem Spiel.
Die Nerven lagen blank – besonders im zweiten Satz. Nach einem schnellen Satzgewinn für Zverev drehte Blockx auf und sicherte sich den Tiebreak denkbar knapp. Ein Weckruf für den Deutschen, der im weiteren Verlauf des Matches immer wieder mit Fehlern zu kämpfen hatte. Die Zuschauer sahen ein taktisch anspruchsvolles Match, in dem beide Spieler um jeden Punkt kämpften.
Die entscheidenden Momente kamen im dritten und vierten Satz. Zverev zeigte zwar Phasen von Glanz, doch Blockx hielt mit und nutzte jede sich bietende Chance. Die Doppelfehler, die den Deutschen teuer zu stehen kamen, waren symptomatisch für seine angespannte Situation.
Der Sieg mit 6:4, 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 7:6 (7:0) war zwar Tatsache, aber der Triumph wirkte erstaunlich blass. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, gab Zverev zu. „Blockx hat mich heute wirklich gefordert.“

Was bedeutet das für den weiteren turnierverlauf?
Der knappe Erfolg wirft einen Schatten auf Zverevs Ambitionen bei Wimbledon. Kann er gegen stärkere Gegner seine Form stabilisieren? Die Antwort wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Die Aufgabe wird enorm, denn im Tennisgeschäft zählt nur der Sieg. Die Erleichterung nach dem Match ist spürbar, aber auch die Erkenntnis, dass noch viel Arbeit vor ihm liegt, wenn er seine Ziele erreichen will.
Die Wimbledon-Historie lehrt uns: Auch vermeintlich sichere Favoriten können scheitern. Zverev muss nun seine Nervosität ablegen, seine Konstanz finden und vor allem an seine Stärken glauben. Denn nur so hat er eine Chance, im Kampf um den Wimbledon-Titel bestehen zu können. Seine Gegner werden aufmerksam geworden sein und seine Schwächen analysieren.
