Zverev kämpft sich durch: monte-carlo-debüt mit adrenalin
Alexander Zverev hat sich in Monte-Carlo einen denkbar holprigen Einstand auf Sand geleistet. Gegen Cristian Garín musste der Weltranglisten-Dritte alles geben, um den Sieg zu erringen – ein Duell, das an seine verlorene Junioren-Final gegen den Chilenen erinnerte und lange wie eine Wiederholung schien.

Ein frühes erwachen für den tennis-star
Zverev wirkte zunächst überrascht vom Spiel Garíns, der auf dem ocker förmlich aufblühte. Der Deutsche fand kaum seinen Rhythmus und lag im ersten Satz schnell im Hintertreffen. Doch Zverev, bekannt für seine mentale Stärke, wehrte sich. Im dritten Satz deutete alles auf eine schnelle Niederlage hin, als er mit 4:0 und später 5:2 zurücklag. Es war ein Kampf, der seine innere Zerrissenheit offenbarte: „Ich habe meine Form noch nicht gefunden, das muss ich ehrlich sagen“, räumte er nach dem Match ein. Die 47 ungezwungenen Fehler unterstreichen diese Einschätzung. Der Sieg mit 6:4, 6:4 und 7:5 war letztlich eine Demonstration seines Willens, aber auch ein Weckruf.
Garín hatte im Entscheidungssatz drei Breakbälle, doch Zverev hielt nervenstark dagegen und verwandelte schließlich seinen dritten Matchball. Der gebürtige Hamburger, der mit vier Titeln der zweiterfolgreichste Spieler im Masters 1000-Bereich auf Sand ist – nur Novak Djokovic ist besser (11 Titel) – demonstrierte seine Routine im entscheidenden Moment. Die Erinnerung an die Junioren-Final in Roland Garros vor 13 Jahren, die Garín damals für sich entscheiden konnte, schien ihn kurzzeitig zu beunruhigen, doch letztlich behielt er die Kontrolle.
Im Viertelfinale trifft Zverev auf den Belgier Zizou Bergs, der überraschend den Favoriten Andrey Rublev in zwei Sätzen ausschaltete. Ein Duell zweier Spieler in Topform, das Versprechen auf ein spannendes Match macht.
Neben Zverev gab es auch weitere interessante Ergebnisse in Monte-Carlo. Der Tscheche Tomas Machac bezwang den Argentinier Francisco Cerúndolo in einem hart umkämpften Match nach einem Tie-Break und trifft nun auf Jannik Sinner. Dabei ist zu beachten, dass Sinner bisher alle vier Duelle gegen Machac gewonnen hat, alle auf Hartplatz. Das junge Talent Joao Fonseca, der als jüngster Spieler seit 2005 in die dritte Runde einzog, scheitert nun an Matteo Berrettini, der gegen Daniil Medvedev eine beeindruckende Vorstellung bot und ihn mit 6:0, 6:0 demontierte. Auch Jiri Lehecka setzte sich gegen Alejandro Tabilo durch und empfiehlt sich für ein Duell mit Alexander Bublik.
Die jüngsten Ergebnisse zeigen deutlich, dass in Monte-Carlo ein spannendes Turnier zu erwarten ist. Der Kampf um die Titel wird hart und unvorhersehbar.
