Zverev: djokovic und alcaraz sind nicht mein maßstab!

Paris – Alexander Zverev hat sich in einem überraschend offenen Gespräch im Podcast „MacZone“ der McEnroe-Brüder zu seiner Karriere und seinen Vergleichen mit den Tennis-Größen Novak Djokovic, Carlos Alcaraz und Jannik Sinner geäußert. Der deutsche Tennisstar betonte, er sei „kein Idiot“ und vergleiche sich in seiner Entwicklung nicht mit den etablierten Top-Spielern.

Ein umsichtiger rückblick auf frühere aussagen

Ein umsichtiger rückblick auf frühere aussagen

Zverev hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als er von zwei großen Lücken im Tennis sprach, wobei er Sinner als den Besten einstufte und sich selbst, Djokovic und Alcaraz einen Schritt dahinter sah. Diese Äußerungen löste er nun im Podcast selbst aus, indem er zugab: „Ich bin in große Schwierigkeiten geraten, als ich sagte: Jannik ist der Beste, und ich, Novak und Carlos liegen einen Schritt dahinter.“

Der 29-Jährige erklärte, seine ursprüngliche Aussage sei aus einem bestimmten Moment heraus entstanden: „Was ich meinte, war: In diesem Moment – und in diesem Moment war es die Wahrheit. Denn Carlos war verletzt, und Novak hatte seit Indian Wells nicht mehr gespielt.“ Es war ein taktisches Eingeständnis, das die Umstände des Turniers in Madrid berücksichtigte, in dem Zverev ins Finale gestürmt war, während Alcaraz und Djokovic fehlten.

Die Selbstreflexion des Deutschen ist bemerkenswert. Er räumte ein, dass er sich nicht mit den Karrieren von Djokovic und Alcaraz vergleiche, sondern seinen eigenen Weg gehe. „Was meine Karriere angeht, sage ich nicht, dass ich schon so weit bin. In der Hinsicht vergleiche ich mich nicht mit ihnen, ich bin kein Idiot“, schmunzelte Zverev.

Doch Zverev ließ keinen Zweifel daran, dass er den derzeit unschlagbaren Sinner besiegen will. „Im Moment bin ich der Spieler, der am zweithöchsten gesetzt ist. Ich muss daran glauben, dass ich den besten Spieler der Welt schlagen kann“, betonte er. Um diese Chance zu nutzen, müsse er auf dem Platz „die Person sein, die ich sein will“, wie er bereits eindrucksvoll im Halbfinale der Australian Open gegen Alcaraz bewiesen hatte.

Der dominante Auftakterfolg gegen Benjamin Bonzi bei den French Open war ein vielversprechendes Zeichen. Nun trifft Zverev am Mittwoch auf Tomas Machac. Die Frage ist: Kann er seine Form halten und den Weg frei machen für ein mögliches Finale gegen Sinner? Die Antwort wird Paris liefern.