Zverev auf rasen: french-open-glück und wimbledon-traum!

Alexander Zverev schwebt! Der Triumph bei den French Open, die Anwesenheit seiner Tochter Mayla und nun das Achtelfinale in Halle – der Hamburger präsentiert sich in Topform, während seine Konkurrenz schwächelt. Kann er endlich auch auf Rasen überzeugen?

Die rasen-herausforderung für den french-open-sieger

Nach dem fulminanten Gewinn der French Open scheint Zverev kaum eine Pause eingelegt zu haben. Interviews, Autogrammstunden – der Terminkalender ist voll. In Halle wurde er nach seinem Doppelspiel noch über zwanzig Minuten von Fans um Autogramme gebeten. Ein Beweis für seine Popularität, aber auch für die zusätzliche Belastung nach einem Grand-Slam-Titel.

Sein Rasendebüt in dieser Saison war alles andere als ein Spaziergang. Gegen Vit Kopriva kämpfte er sich mit 6:3, 4:6, 6:2 durch – ein Resultat, das für einen frischgebackenen Grand-Slam-Sieger nicht unbedingt repräsentativ ist. Zverev selbst lächelte erleichtert: “Ich muss jetzt noch auf den Spielplatz.” Die Geduld war gefragt, sowohl auf dem Platz als auch abseits davon.

Konkurrenz in schwierigkeiten: zverevs chance

Konkurrenz in schwierigkeiten: zverevs chance

Doch während Zverev sich noch von seinem Triumph erholt, kämpfen einige seiner größten Rivalen mit Problemen. Jannik Sinner, der bei den French Open überraschend früh ausschied, bereitet sich in Hurlingham vor. Carlos Alcaraz, der Titelverteidiger von Wimbledon, fehlt aufgrund einer Handgelenksverletzung weiterhin. Und Novak Djokovic hat seit Paris kein Spiel mehr bestritten und verzichtet auf die Rasen-Vorbereitungsturniere. Die Situation bietet Zverev eine seltene Chance, in Wimbledon ernsthaft um den Titel zu kämpfen.

“Es ist der Belag, auf dem ich am wenigsten Erfolge in meiner Karriere hatte”, räumte Zverev ein. Trotz dieser selbstkritischen Einschätzung ließ er sich nicht beirren: “Ich habe hier schon mal gegen Roger Federer gewonnen. Ich weiß, dass ich auch auf diesem Belag gutes Tennis zeigen kann.” Diese Erinnerung an frühere Erfolge könnte ihm in den kommenden Wochen neue Kraft geben.

Die mentale Stärke wird auch entscheidend sein. Im vergangenen Jahr scheiterte Zverev überraschend in der ersten Runde von Wimbledon an Arthur Rinderknech. Damals sprach er von mentalen Problemen. Dieses Jahr scheint er jedoch reifer und erfahrener zu sein: “Ich bin kein Teenager, der zum ersten Mal einen Riesenerfolg feiert. Ich weiß, wie ich damit umzugehen habe und dass ich weiter arbeiten muss, um auf diesem Niveau zu bleiben.”

Mayla, seine Tochter, ist nun oft bei seinen Spielen dabei. “Das ist etwas Schönes für mich. Es wird langsam zur Normalität”, schwärmte Zverev. Vielleicht ist sie ja sein Glücksbringer für Wimbledon. Das Achtelfinale in Halle gegen Yannick Hanfmann steht vor der Tür – ein weiterer wichtiger Test auf dem Weg zu seinem großen Wimbledon-Traum.

Die Zeichen stehen gut für Alexander Zverev. Die Konkurrenz ist angeschlagen, er selbst ist in Topform und die Unterstützung seiner Familie gibt ihm zusätzliche Kraft. Ob er dieses Mal endlich den Rasen bezwingen und Wimbledon gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Mit seiner aktuellen Form und mentalen Stärke gehört er zu den Top-Favoriten.