Zverev auf grand-slam-kurs? becker sieht deutliche wendepunkt

Alexander Zverev steht vor einem entscheidenden Wendepunkt in seiner Karriere. Der frühere Weltranglistenerste scheint unter der Anleitung eines neuen, aggressiveren Spielstils endlich das Potenzial zu entfalten, das viele ihm bereits zutrauen. Boris Becker, selbst sechsfacher Grand-Slam-Sieger, sieht die Zeichen klar: Ein Major-Titel ist plötzlich keine ferne Utopie mehr.

Becker lobt zverevs mutigen umdenken

„Mir geht das Herz auf!“, erklärte Becker im gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic. „Er spielt offensiv, er steht im Feld, er geht ans Netz – sogar Serve-and-Volley! Mit dieser Einstellung und diesem Spielstil kann Sascha Zverev auch bald ein Grand-Slam-Turnier gewinnen.“ Becker unterstrich, dass Zverevs Entscheidung, seinen Spielstil grundlegend zu verändern, geradezu mutig sei, da er sich das mit fast 30 Jahren tut, wenn die meisten Spieler bereits auf Nummer sicher gehen.

Die jüngsten Ergebnisse bestätigen Beckers Optimismus. Zverev zeigte in Indian Wells und Miami zwar zwar Halbfinalniederlagen gegen Jannik Sinner, doch seine Offensivbemühungen waren unverkennbar. Seine Vorhand attackiert er nun immer wieder, und er scheut sich nicht, das Netz zu suchen. Zverev hat in der Weltrangliste sogar Novak Djokovic überholt und reiht sich dicht hinter Carlos Alcaraz ein.

Ein frage der zeit?

Ein frage der zeit?

Becker glaubt, dass Zverevs neuer Ansatz nur eine „Frage der Zeit“ ist, bis er endlich einen großen Titel einfährt. Die Faszination, mit der er seine Entwicklung beschreibt, ist unverkennbar. Es bleibt abzuwarten, ob Zverev seine neue Spielweise über die gesamte Saison hinweg konstant halten kann. Aber die Zeichen stehen gut, dass der Deutsche endlich sein Potenzial voll ausschöpfen und die Tenniswelt überraschen wird.

Die vergangenen Niederlagen gegen Sinner zeigen jedoch, dass die entscheidenden Momente noch nicht gemeistert sind. Zverev muss lernen, den Druck in den Finalphasen eines Turniers besser zu bewältigen. Doch der Weg ist geebnet, und mit einem Becker im Rücken, scheint der Traum vom Grand-Slam-Titel realistischer denn je.