Zidane-nachwuchs fordert messi heraus: ein familien-duell der superlative!
Dortmund – Millionen von Fußballfans erinnern sich an Zinedine Zidane: Weltmeister, Ballon d'Or-Gewinner, ein Maestro des Raums. Doch bei dieser Weltmeisterschaft schreibt ein anderer Zidane Geschichte – Luca Zidane, der Sohn des legendären Franzosen, steht heute Nacht (3 Uhr/MagentaTV) dem argentinischen Superstar Lionel Messi gegenüber. Ein Duell, das nicht nur sportlich, sondern auch familiär aufgeladen ist.

Der torwart-sohn folgt seinem eigenen weg
Luca Zidane, mit sieben Länderspielen für Algerien, geht seinen ganz eigenen Weg. Im Gegensatz zu seinem Vater, der in Frankreich die Fußballwelt verzauberte, hält Luca zwischen den Pfosten für Algerien die Hände. Seine Wahl für die algerische Nationalmannschaft ist eine Hommage an seine Großeltern, die einst von Marseille nach Algerien auswanderten. „Wenn ich an Algerien denke, denke ich sofort an meinen Großvater“, erklärte Luca gegenüber „Bein Sports“.
Der mittlerweile 90-jährige Smail Zidane, Lucs Großvater, verfolgt die Karriere seines Enkels mit Stolz. Nach jeder Nominierung erhält Luca einen Anruf: „Er sagt mir, dass ich eine gute Entscheidung getroffen habe.“ Das Familienband ist unverkennbar.
Es ist ein Duell zweier Generationen, zweier Fußballer-Dynastien. Während Messi seine Karriere in Argentinien krönt, versucht Luca, unter dem Schatten seines berühmten Vaters seinen eigenen Namen in den Fußballhimmel zu schreiben.
Doch der Weg zur WM war für Luca alles andere als glatt. Ende April erlitt er in einem Zweitligaspiel einen schweren Kiefer- und Kinnbruch. Eine WM-Teilnahme schien in weite Ferne gerückt. Aber mit eisernem Willen und einer Schutzmaske kämpfte er sich zurück. Sein starkes Auftreten beim 3:0-Sieg gegen die Niederlande ließ keine Zweifel mehr offen: Luca Zidane ist bereit für das Duell mit Messi.
Und das, obwohl er sich bewusst ist, dass sein Nachname eine Last darstellen kann. „Ich will allein nach meinen sportlichen Leistungen beurteilt werden“, betonte er immer wieder. Doch wenn sein Vater, Zinedine Zidane, auf der Tribüne sitzt, wie bereits beim Afrika-Cup in Marokko, wird es für Luca schwer, diese Last zu ignorieren. Die Fans stimmten damals Gesänge für den Superstar an, was den algerischen Trainer Vladimir Petkovic sichtlich nervierte. „Sie sprechen über die Anwesenheit eines der Väter meiner Spieler. Die Eltern anderer Spieler waren auch da. Das ist alles“, konterte er.
Das Spiel gegen Argentinien wird zeigen, ob Luca Zidane seinem Vater gerecht wird und ob er Messi in Schach halten kann. Die Welt hält den Atem an.
