Zaragoza stürzt ab: historischer tiefpunkt für den verein!

Ein Schock geht durch die spanische Fußballwelt: Real Zaragoza ist abgestürzt. Nicht nur der Abstieg in die Primera RFEF, die dritthöchste Spielklasse, ist ein Nackenschlag für einen Verein mit 58 Jahren Erstklassigkeit und neun Titeln – er markiert einen historischen Tiefpunkt, der die treue Anhängerschaft des Teams in tiefe Trauer stürzt.

Ein jahrzehnt des scheiterns

Zaragoza spielte jahrelang ein riskantes Spiel, 13 Saisons am Stück in der zweiten Liga waren ein Warnsignal, das ignoriert wurde. Nun ist die Rechnung fällig, und der Fall in die Drittklassigkeit ist ein traumatisches Erlebnis für die Fans, die ihrem Team so lange die Treue gehalten haben. Es ist die erste Zeit seit 1949, dass Zaragoza so tief in der Fußballhierarchie steht – eine Demütigung für einen Verein mit Tradition und Stolz.

Die aktuelle Eigentümergruppe, die 2022 übernahm, trägt die Hauptverantwortung für diese Katastrophe. Mit Jorge Mas an der Spitze versprachen sie den Aufstieg in die erste Liga, doch sie führten den Verein stattdessen in die Primera RFEF. Ein Versprechen, das auf bittere Ironie stößt. Neben Mas gehören Namen wie Juan Forcén, Pablo Jiménez de Parga, James Carpenter, Jim Miller und Joseph Oughourlian zu den Besitzern, während Mariano Aguilar und Fernando López als Hauptberater und Geschäftsführer agieren. Alle werden nun für das sportliche Debakel verantwortlich gemacht.

Wirtschaftliche folgen und ein neuer trainer

Wirtschaftliche folgen und ein neuer trainer

Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Abstiegs sind spürbar, aber nicht so verheerend, wie befürchtet. Der Bau der neuen Romareda ist nicht gefährdet, die Zahlungen wurden um 75% reduziert und die lineare Rückzahlung des Gläubigervertrags wurde für fünf Jahre ausgesetzt. Ein Deal, der im Falle eines Abstiegs vorgesehen war. Allerdings scheint die neue Arena den Eigentümern wichtiger zu sein als der sportliche Erfolg des Teams, und ihre Eröffnung ist für 2027 geplant.

Ein Verlust von rund 10 Millionen Euro durch Fernsehrechte, Sponsoring und sinkende Zuschauerzahlen ist unvermeidlich. Doch die Zahlungen der Schulden werden verschoben, und Zaragoza erhält eine Entschädigung von 1,5 Millionen Euro für den Abstieg. Die Fans haben sich bereits lautstark gegen die Eigentümer gewehrt und fordern einen kompletten Umbruch in der Führungsetage oder den Verkauf an eine Gruppe, die dem zaragonesischen Fußball mehr Wertschätzung entgegenbringt. Interessenten gibt es, aber die Eigentümer scheinen nicht gewillt zu verkaufen.

Die nächste Saison wird im Ibercaja Estadio ausgetragen, einem Stadion, das sich als Unglücksort für das Team erwiesen hat. Nur vier Siege gelangen in dieser Saison dort. Die Gehaltsgrenze in der Primera RFEF sinkt auf fünf Millionen Euro, was bedeutet, dass fast die gesamte Mannschaft verlassen wird. Es gibt jedoch die Möglichkeit, durch den Verkauf von Spielern, die diese Saison ausgeliehen waren, Einnahmen zu generieren. Ibai Gómez wurde als neuer Trainer vorgestellt, mit dem bereits seit Wochen verhandelt wurde. David Navarro wird das Trainerteam verlassen und eine andere Position im Verein übernehmen. Rubén Díez (Ceuta) und Jaume Jardí (Nástic) sollen bereits feststehen. Diego Fuoli vom Sabadell wird als Torwart gehandelt.

Lalo Arantegui, der Sportdirektor, arbeitet fieberhaft an der Planung für die Primera RFEF und weiß, dass ein komplett neuer Ansatz erforderlich ist.

Die Zukunft von Real Zaragoza hängt in der Schwebe, doch eines ist klar: Solange die aktuellen Eigentümer an der Macht bleiben, wird es schwer, den sportlichen Niedergang zu stoppen. Die Fans werden weiterhin Druck ausüben, wie sie es bereits gegen Agapito Iglesias und die Fundación 2032 getan haben – mit dem Ziel, den Verein zurück in die Erfolgsspur zu bringen.