Yb: krise vertieft – europacup-traum zerplatzt!

Bern – Die Young Boys bangen um ihre Zukunft in der Super League. Nach dem müden Unentschieden gegen Servette steht fest: Die kommende Saison wird wohl ohne YB in einem europäischen Wettbewerb stattfinden. Eine Saison zum Vergessen nimmt damit ihren Lauf, in der die Berner nicht mehr zu alter Stärke gefunden haben.

Die experten sind fassungslos

Die experten sind fassungslos

Die Kritik an den Leistungen der Young Boys ist in Fachkreisen unüberhörbar. Pascal Zuberbühler, ehemaliger Nationalspieler und Experte bei blue Sport, bezeichnet die bisherige Spielzeit als „eine absolut schlechte Saison“, die bereits am ersten Spieltag Anzeichen dafür gezeigt habe. „Ich sehe keine realistische Chance, dass YB da noch aufholt“, so Zubi, der die Konkurrenz in der Tabelle als zu stark einschätzt. Die Niederlagen häuften sich, die Siege waren oft zu blass – ein Wechselbad der Gefühle, das die Fans frustriert.

Admir Mehmedi, ebenfalls Experte bei blue Sport, zeigt sich ebenfalls ratlos. „Da fehlt das gewisse Etwas. Verunsicherung? Zu viel Druck? Ich weiß es nicht genau, aber irgendetwas stimmt nicht“, so Mehmedi. Er betont, dass im Kader der Young Boys zweifellos Qualität vorhanden ist, „genug, um sogar zwei konkurrenzfähige Mannschaften aufzustellen. Aber das sieht man auf dem Platz aktuell nicht.“

Die Trainerwechsel brachten keine Wende

Bemerkenswert ist, dass die Experten die Schuld nicht bei der aktuellen Trainerbank suchen. „Am Trainer liegt es definitiv nicht“, stellt Mehmedi klar. „Sie haben es mit Rahmen versucht, mit Contini und jetzt mit Gerry Seoane. Die Spieler müssen sich selbst hinterfragen.“ Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Nur in den Saisons 2004/05 und 2012/13 waren die Young Boys nach 33 Spieltagen bereits so schwach. Eine erschreckende Bilanz für einen Verein, der in der Schweiz eigentlich zu den Top-Adressen gehört.

Zuberbühler ergänzt: „YB ist eigentlich ein Vorzeigeklub in der Schweizer Liga. Gerade deshalb ist die Kritik so berechtigt. Das ist eine Saison, aus der man unbedingt lernen muss.“ Die Frage ist, ob die Verantwortlichen und Spieler die richtigen Schlüsse ziehen können, um die kommende Saison deutlich erfolgreicher zu gestalten.

Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: 48 Punkte nach 33 Spielen. Eine Saison, die den Ruf der Young Boys nachhaltig beschädigt hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Berner diesen Rückschlag überwinden und zurück in die Erfolgsspur finden können. Die Fans hoffen es – die Konkurrenz genießt derweil die Aussicht auf eine YB-lose Saison in Europa.