Yakin wirft qatar vor den löwen – die nati will blut sehen

Der Countdown läuft. Am Samstag um 21 Uhr im Levi’s Stadium wird nicht einfach ein Eröffnungsspiel ausgetragen, sondern ein Statement gesetzt: Die Schweiz will der Außenseiter-Debatte ein für alle Mal den Garaus machen, während Katar unter dem Druck seiner historischen WM-Fluchrolle erneut beweisen muss, dass es mehr ist als ein Gastgeber mit Goldrand.

Die stimmung vor dem ersten duell

Es ist die erste WM-Begegnung zwischen beiden Teams, doch die Vorzeichen sind klar. Katar, bei seiner zweiten Teilnahme überhaupt, tritt ohne Sieg im Turnier an – drei Pleiten 2022, sieben Gegentore, ein einziger Treffer. Julen Lopetegui musste sich zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen Irland und ein torloses Remis gegen El Salvador gefallen lassen. Die Statistik schreit nach Befreiung, die Realität nach einem Offensivfeuerwerk, das bislang ausgeblieben ist.

Die Schweiz dagegen reist mit Rückenwind an. Murat Yakin ließ seine Truppe in St. Gallen gegen Jordanien 4:1 abfertigen und gegen Australien 1:1 remisieren. Granit Xhaka dirigierte das Mittelfeld wie ein Dirigent, während Breel Embolo seine Torform unterstrich – vier Quali-Treffer sprechen Bände.

Die zahlen, die flüstern

Die zahlen, die flüstern

Die Buchmacher sind sich einig: Katar ist der Außenseiter mit Triple-A-Quote 15,00, die Nati als klarer Favorit bei 1,20. Doch die interessante Wette lautet „2 zur Pause / 2 am Ende“, bei 1,72 bei BetFlag und Planetwin. Warum? Weil die Schweiz in den letzten fünf Pflichtspielen viermal bereits zur Pause führte und anschließend nie nachließ. Katar kassierte in der Vorbereitung durchschnittlich nach 34 Minuten das erste Gegentor.

Embolo als anytime scorer steht bei 2,00 – ein Preis, der vor allem dann lockt, wenn man bedenkt, dass Katar in den letzten drei Länderspielen immer früh die Probleme mit Tempo hatte. Ein schnelles 1:0, und der Druck wächst exponentiell.

Unter der oberfläche brodelt es

Unter der oberfläche brodelt es

Lopetegui strich in den Trainingseinheiten Akram Afif in die Startelf – jener Afif, der 2018 in Lugano das 1:0 gegen die Schweis erzielte. Ein kleines psychologisches Spiel, aber Yakin ließ durchblicken, er sei „nicht an Rache interessiert, sondern an drei Punkten“. Die Botschaft: keine Emotion, nur Effizienz.

Die einzige Unbekannte bleibt die Hitze im kalifornischen Abend. 26 Grad um 21 Uhr Ortszeit können Katar in die Karten spielen, wenn die Schweizer Frühstarter nicht ihre übliche Intensität in den ersten 20 Minuten finden.

Letzte Zahl vor dem Anpfiff: Seit der WM 2014 haben Teams, die ihre Quali-Gruppe gewannen, in der ersten Partie der Endrunde acht Siege und nur zwei Remis geholt. Die Nati will diese Serie ausbauen – und Katar seine Albtraum-Serie endlich beenden. Eines wird sich am Samstag bewahrheiten.