Wwe-desaster: wrestlemania 42 droht im chaos zu versinken!

Die WWE steht vor einem existenziellen Problem. Nicht die etablierten Stars, sondern der ehemalige NFL-Star Pat McAfee dominiert die Schlagzeilen – und das aus den falschen Gründen. Die Reaktionen auf die jüngste Storyline, in der McAfee als Strippenzieher hinter Randy Orton entlarvt wurde, sind so heftig, dass sie die Glaubwürdigkeit der gesamten WrestleMania-Show gefährden könnten.

Die fans revoltieren: historisch schlechte kritiken

Die dieswöchige Ausgabe von Friday Night SmackDown erntete eine Welle der Kritik, die ihresgleichen sucht. Bei Cagematch, einer angesehenen deutschen Fanseite, landete die Sendung auf dem zweitschlechtesten Platz in über 25 Jahren Geschichte – nur knapp geschlagen von der bereits katastrophalen Vorwoche. Die Punktzahlen sprechen eine deutliche Sprache: 0,85 und 1,20 von 10 möglichen Punkten. Eine solche Frustration der eingefleischten WWE-Anhänger kurz vor dem Jahreshöhepunkt WrestleMania ist beispiellos.

Der Hauptkritikpunkt liegt klar auf der Storyline mit McAfee, die die eigentliche WrestleMania-Fehde zwischen WWE-Champion Cody Rhodes und Orton komplett in den Schatten stellt. Viele Fans empfinden McAfee als unpassenden Fremdkörper im WWE-Universum.

Ein Deal aus der Konzernzentrale? Berichten zufolge wurde McAfees Engagement kurzfristig von Konzernboss Ari Emmanuel persönlich ausgehandelt – ohne den Einfluss des eigentlichen Programmlenkers, „Triple H“ Paul Levesque. Es scheint, dass es sich um eine gezielte Crosspromo-Maßnahme mit dem US-Medienpartner ESPN handelt, wo McAfee zu einer der bekanntesten TV-Persönlichkeiten gehört. Zudem soll das Engagement Teil eines größeren Plans sein, McAfee in Hollywood zu etablieren.

Punk schießt mit scharfer kritik ab

Punk schießt mit scharfer kritik ab

Schon bei Monday Night RAW stand McAfee indirekt im Zentrum der Aufmerksamkeit, als sich der dort amtierende World CM Punk in die Story einmischte. In einer langen Rede positionierte er sich gegen McAfee und die WWE-Chefetage. Punk verspottete McAfee als „Pat MAGAfee“ und spielte damit auf McAfees Sympathien für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump an. McAfee konterte mit einem Seitenhieb auf Punk, den er als Heuchler bezeichnete, der öffentlich Rebellion gegen das System proklamiere, im Stillen aber die Geldprämien der WWE-Bosse kassiere. Er erwähnte Punks kontroverse Entschuldigung an den WWE-Geschäftspartner Saudi-Arabien, den Punk vor seinem WWE-Comeback scharf kritisiert hatte.

Das Wortgefecht eskalierte weiter, als sich auch WWE-Champion Rhodes in die Auseinandersetzung einmischte. Der Fokus verschob sich von der persönlichen Rivalität zwischen Orton und Rhodes hin zu einer Meta-Geschichte, in der es um die Frage geht, wer dem WWE-Geschäft mehr schade und wer es „rette“.

Ticketrabatt und ein überraschender angriff

Ticketrabatt und ein überraschender angriff

McAfee präsentierte eine vermeintliche „massive Überraschung“: einen 25-prozentigen Ticketrabatt für den WrestleMania-Samstag (Rhodes vs. Orton), jedoch nicht für den Sonntag (Punk vs. Roman Reigns). Dies erfolgte als Reaktion auf Punks Kritik an den hohen Ticketpreisen. Um das Chaos zu vervollständigen, wurde Orton per Videozugschaltung gezeigt, wie er den Rapper Jelly Roll attackierte und anschließend Rhodes angriff, bevor McAfee den WWE-Gürtel Rhodes‘ an sich nahm und in provokanter Weise die Halle verließ – begleitet von Orton, der nun als sein Vollstrecker fungiert.

Wie der Wrestling Observer berichtet, soll die McAfee-Story auch nach WrestleMania in Las Vegas fortgesetzt werden, mit einem geplanten Tag-Team-Match zwischen Rhodes und Jelly Roll sowie McAfee und Orton bei der Backlash-Show im Mai.

Ein Desaster für WWE? Die Art und Weise, wie McAfee inszeniert wird, lässt den Eindruck entstehen, dass die WWE versucht, den wachsenden Unmut der Fans in produktive Bahnen zu lenken. Doch die Kritiker sind nicht besänftigt. Wade Keller vom Pro Wrestling Torch kommentierte: „Das ist der Inbegriff einer Story, die jemand, der die Branche nicht versteht, für toll hält.“ Es sei „amateurhaft“ und „traurig mitanzusehen“. Die WWE scheint tiefer in den Abgrund zu rutschen.