Wück peitscht sein team vor – wm-ambitionen trotz müdigkeit
Die deutschen Fußballerinnen haben sich zwar souverän für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert, doch Bundestrainer Christian Wück schraubt die Erwartungen weiter an. Sommerpause? Urlaub? Für den Erfolgscoach kein Thema – der Fokus liegt auf dem Vorstoß in die Weltspitze.
Ein blick zurück: souveräner sieg in ljubljana
Der 2:0-Erfolg gegen Slowenien, der gleichzeitig das letzte Gruppenspiel darstellte, war in dieser Hinsicht wenig aussagekräftig. Die Qualifikation für die WM war bereits am vergangenen Freitag durch den Sieg gegen Norwegen perfekt gemacht worden. Wück ließ daher gegen Slowenien acht Positionen in der Startelf rotieren, was sich in einer insgesamt wenig überzeugenden Leistung der Mannschaft widerspiegelte. Ein Eigentor von Lara Prasnikar und ein Treffer von Shekiera Martinez brachten den Sieg, der bereits der sechste gegen Slowenien in sechs Duellen war.

Die herausforderungen sind deutlich: müdigkeit und formtief
„Natürlich war das keine Glanzleistung“, räumte Wück im ZDF ein. „Aber man darf nicht vergessen, an welchem Zeitpunkt der Saison wir stehen. Viele Spielerinnen sind müde.“ Diese Müdigkeit war gegen Slowenien deutlich sichtbar, und der Bundestrainer betonte, dass noch einige Herausforderungen zu bewältigen seien. Dennoch sieht er Potenzial in seinem Team, das er nun rasch weiterentwickeln will.

Vorbereitung auf brasilien: basecamp im visier und scouting-offensive
Die Vorbereitungen auf die WM 2027 sollen zügig vorangetrieben werden. Wück plant bereits eine Reise nach Brasilien, um das Basecamp zu besichtigen und die Rahmenbedingungen festzulegen. „Ich möchte so schnell wie möglich im Kopf haben, was uns erwartet“, erklärte er. Parallel dazu wird eine umfassende Scouting-Offensive gestartet, um die Gegner bestmöglich zu analysieren und die optimalen Lösungen für das Turnier zu finden. Die nächsten Länderspiele im Oktober sollen genutzt werden, um neue Spielerinnen zu testen und verschiedene taktische Varianten auszuprobieren – ohne den Druck der Qualifikation.
Die Aussagekraft der Ergebnisse sei momentan zweitrangig, betonte Wück. Vielmehr ginge es darum, die Spielerinnen individuell zu fördern und das Team als Ganzes weiterzuentwickeln.
