Woltemade: nagelsmanns entscheidung kostete deutschland die wm?

Schock und Enttäuschung in Deutschland! Nach dem Ausscheiden im Elfmeterschießen gegen Paraguay richtet sich der Finger des Vorwürfs nun unmissverständlich gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Leistung des jungen Stürmers Nick Woltemade, der erst im entscheidenden K.o.-Spiel überhaupt Einsatzzeit erhielt, wird von Experten scharf kritisiert – und die Schuld dafür gibt eine prominente Trainerin dem Bundestrainer.

Fritzy kromps deutliche worte: ein „gekillter“ spieler

Fritzy kromps deutliche worte: ein „gekillter“ spieler

Friederike „Fritzy“ Kromp, Cheftrainerin von Werder Bremen und erfahrene TV-Expertin, ließ im ZDF keine Zweifel daran, dass Nagelsmann den jungen Angreifer im Turnierverlauf unnötig benachteiligt hat. „Dass Woltemade, der in einem K.o.-Spiel seinen ersten Einsatz bekommt und dann den Elfmeter verschießt, ist irgendwo konsequent“, so Kromp. Ihre Aussage war scharf: „Man hat ihn gefühlt gekillt.“

Auf die Frage, wer konkret für dieses „Töten“ verantwortlich sei, antwortete Kromp unmissverständlich: „Der Trainer mit seinen Entscheidungen.“ Nagelsmanns taktische Führungsstil gerät damit in heftige Kritik. Es ist ein Schlag ins Gesicht für einen Spieler, der auf seine Chance gewartet hat und dann in einer Situation steht, in der er sofort liefern muss, obwohl er kaum Spielpraxis hatte.

Die Thematik geht tiefer: Kromp betonte, dass Nagelsmann Woltemade im Verlauf des Turniers kaum eine Chance gegeben habe. „Heute brauchst du ihn – und dann funktioniert er nicht. Das macht mich sprachlos. So funktioniert es halt nicht, das sind keine Maschinen.“ Die Analogie zum Menschen in der Maschine ist bezeichnend für die Frustration, die viele Fußballfans gerade empfinden.

Woltemade selbst war sichtlich enttäuscht über sein vergebenes Elfmeter. Er war einer von drei deutschen Schützen, die vom Punkt scheiterten. Sein vorheriger Einsatz beschränkte sich auf das Gruppenspiel gegen Ecuador, das für Deutschland sportlich wenig Bedeutung hatte. Der Kontrast zu anderen Ersatzspielern, die zumindest diese Chance hatten, ist enorm.

Die Debatte um Nagelsmanns Entscheidungen wird nun mit Sicherheit weitergehen. Die Frage ist, ob der Bundestrainer aus dieser Erfahrung lernen und in Zukunft flexibler auf die Bedürfnisse seiner Spieler eingehen wird. Denn eines ist klar: Fußball ist mehr als nur Taktik – es geht auch um den Umgang mit Menschen und um die Schaffung einer Atmosphäre, in der sich jeder Spieler entfalten kann. Die WM-Pleite in Paraguay ist ein Weckruf für den deutschen Fußball.