Wm-entscheidung vertagt: oberstdorf bangt um die nordischen titel

Schock in der Welt des nordischen Skisports: Die FIS hat die Entscheidung über die Austragungsorte der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 auf ungewisse Zeit verschoben. Oberstdorf, das als aussichtsreicher Kandidat galt, muss nun weiter zittern und bangt um den Zuschlag. Die Stimmung im Rahmen des FIS-Kongresses in Belgrad war alles andere als feierlich.

Ein fiasko in belgrad

Statt einer lang ersehnten Zusage für Oberstdorf gab es am Mittwochabend Buhrufe und Pfiffe. Nick Fellows, FIS-TV-Direktor, musste die bittere Wahrheit verkünden: „Die Ratssitzungen dauern an und wir konnten noch keine endgültige Entscheidung treffen.“ Ein Schlag ins Gesicht für den Allgäuer Wintersportort, der sich nach der Geister-WM 2021 eine echte WM mit Zuschauern erhofft hatte. Die Verschiebung wirft Fragen auf und nährt den Verdacht, dass hinter den Kulissen mehr im Spiel ist, als es scheint.

Politische intrigen und ein umstrittener präsident

Politische intrigen und ein umstrittener präsident

Die Entscheidung um die WM ist eng verknüpft mit der Wahl des neuen FIS-Präsidenten am Donnerstag. Einige große Wintersportnationen, darunter auch Deutschland, wollen eine Wiederwahl von Johan Eliasch verhindern, dessen Amtszeit von Kontroversen geprägt war. <Der Druck auf den FIS-Präsidenten steigt – und mit ihm die Ungewissheit für Oberstdorf.

Die geister-wm als bürde

Die geister-wm als bürde

Oberstdorf trägt die Last der Geister-WM 2021 noch immer mit sich. Die Athleten zeigten ihr Können vor leeren Rängen, ohne den Applaus und die Atmosphäre, die eine WM so besonders machen. Die Hoffnung auf 2031 ist nun gefährdet, und der Ort steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Stimmung ist gedrückt, aber der Glaube an eine positive Wende ist noch nicht gänzlich erloschen.

Die FIS hat sich in eine Zwangslage manövriert. Es bleibt abzuwarten, ob und wann eine Entscheidung fallen wird. Bis dahin muss Oberstdorf die Daumen drücken – und sich auf das Schlimmste einstellen.