Wm-eklat: ägypten beschwert sich – spielmanipulation im spiel gegen argentinien?

Der Traum vom WM-Triumph ist für Ägypten geplatzt, und mit ihm die Hoffnung auf eine Sensation gegen Argentinien. Nach dem dramatischen 2:3-Debakel im Achtelfinale hat der ägyptische Fußballverband (EFA) nun bei der FIFA Sturm geschrien und schwere Vorwürfe gegen den französischen Schiedsrichter Francois Letexier erhoben. Verbandsboss Hany Abo Rida sprach von „schwerwiegenden Fehlern“ und forderte eine umfassende Untersuchung des Gespanns sowie dessen Ausschluss von der WM.

Die vorwürfe aus kairo: einseitige entscheidungen und verschwendete elfmeter

Abo Rida prangerte eine „Anwendung zweierlei Maßstäbe“ an, die seiner Meinung nach maßgeblich zum Ausscheiden Ägyptens geführt habe. Besonders bitter: Die Weigerung, bestimmte Videosequenzen zu überprüfen. Im Raum steht ein ungenutzter Elfmeter, als Hamdy Fathy im Strafraum gefoult wurde, kurz vor Enzos Fernández' Siegtor in der Nachspielzeit. Auch die Annullierung des Treffers von Mostafa Ziko sorgte für heftige Proteste.

Trainer Hossam Hassan ließ seiner Enttäuschung freien Lauf und sprach offen von einer „manipulierten Partie“. „Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten. Vielleicht wollte man, dass Messi weiter im Rennen bleibt“, wetterte er bei BeIN Sports. Eine Aussage, die für Aufsehen sorgte und den Verdacht einer Beeinflussung des Spiels schürte.

Experte ittrich sieht ungleichgewicht, messi auf dem weg zum goldenen schuh

Experte ittrich sieht ungleichgewicht, messi auf dem weg zum goldenen schuh

Auch ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich räumte ein Ungleichgewicht ein: „Alle strittigen Entscheidungen sind gegen Ägypten getroffen worden. Die negativen Emotionen sind nachvollziehbar.“ Er bestätigte, dass in der Elfmeter-Szene ein Foul erkennbar war. „Für mich ist das ein Strafstoß“, betonte Ittrich bei MagentaTV.

Während die ägyptischen Fans über den verpassten WM-Traum klagen, scheint Lionel Messi seinem dritten Goldenen Schuh bei einer WM näher als je zuvor. Seine Leistungen haben ihn zum Favoriten für die individuelle Auszeichnung gemacht, was die Debatte über die Fairness des Spiels gegen Ägypten weiter anheizt.

Die FIFA steht nun vor der Aufgabe, die Vorwürfe des EFA zu prüfen und für Transparenz zu sorgen. Denn eines ist klar: Der Schatten des Zweifels liegt nun über dem WM-Achtelfinale Ägypten gegen Argentinien – ein Spiel, das mehr Fragen aufwirft, als es Antworten liefert.