Wm 2026: iran darf früher in die usa – ein herber zugeständnis?

Ein überraschender Umschwung in den Reisebestimmungen für das iranische Nationalteam vor der Weltmeisterschaft in den USA: Nur wenige Tage, nachdem Trainer Amir Ghalenoei seine Unzufriedenheit öffentlich geäußert hatte, gewährt das US-Heimatministerium (DHS) den Iranern nun eine frühere Einreise in das Land.

Die ursprünglichen reisebeschränkungen und die kritik

Bisher durfte die Mannschaft des Iran jeweils erst einen Tag vor den beiden Gruppenspielen in Los Angeles anreisen. Eine Situation, die Ghalenoei als „stark benachteiligend“ für sein Team bezeichnete und immer schwieriger zu ertragen sei. Er betonte, dass diese Umstände die Vorbereitung erheblich erschwerten. Das iranische Team hat seinen Stützpunkt in Tijuana, Mexiko, und das entscheidende Gruppenspiel gegen Ägypten findet am Samstag in Seattle statt.

Was hat sich geändert? Das DHS teilte nun mit, dass dem iranischen Team ab sofort zwei Tage vor dem Spiel die Einreise in die USA gestattet wird. Allerdings muss die Mannschaft weiterhin am Tag nach dem Spiel das Land verlassen. Diese Regelung soll die Sicherheit gewährleisten und den logistischen Herausforderungen Rechnung tragen.

Keine formelle beschwerde bei der fifa

Keine formelle beschwerde bei der fifa

Obwohl Ghalenoei ursprünglich angekündigt hatte, eine formelle Beschwerde bei der FIFA einzureichen, wurde diese laut seinen Aussagen doch nicht eingereicht. Stattdessen scheint das DHS auf die Kritik des Trainers eingegangen zu sein und eine pragmatische Lösung gefunden zu haben. Die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen und -vorschriften bleiben dabei unverändert, so das DHS weiter. Das Team Melli hat nach zwei Unentschieden gegen Neuseeland und Belgien noch Chancen auf die K.o.-Phase.

Die Entscheidung des DHS wirft Fragen auf: War dies eine Reaktion auf den öffentlichen Druck oder eine strategische Maßnahme, um die Sicherheit und Fairness des Turniers zu gewährleisten? Fest steht, dass die Iraner nun etwas mehr Zeit haben, sich auf das entscheidende Gruppenspiel vorzubereiten und die emotionale Belastung durch die ungewöhnlichen Reisebedingungen etwas abzumildern. Ob dies am Ende den Unterschied ausmacht, wird sich am Samstag zeigen.